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Bodenschatzkonzern an Börse : BHP macht sich fit für große Sprünge

Eine der größten Eisenerzminen der Welt: BHP-Billiton-Standort Mount Whaleback in Australien Bild: REUTERS

Der australische Rohstoffriese will sich einfacher strukturieren, um schlagkräftiger zu werden. Dafür will BHP den seit 20 Jahre gültigen doppelten Handel vereinen. Nicht jedem gefällt das.

          2 Min.

          Der weltgrößte Bodenschatzkonzern steht davor, sich als ein vereintes Unternehmen mit Sitz in Melbourne und Börsennotierung in Sydney aufzustellen. Damit würde sich BHP von der Börse in London als gleichwertigem Handelsplatz verabschieden; London, Johannesburg und New York blieben als zweitrangige Handelsplätze des australischen Papiers erhalten. Das hat Konsequenzen: Zum einen wird der australische Börsenindex ASX noch bodenschatzlastiger, weil das Gewicht von BHP sprunghaft steigen wird. Zum anderen wird es für den Rohstoffriesen künftig wohl einfacher, Großübernahmen durchzusetzen. Analysten aber warnen: Denn seit 2001 haben die Aus­tralier mehr als 20 Milliarden Dollar für Fehlkäufe abgeschrieben.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Der Vorstandsvorsitzende Mike Henry erklärte gerade, die geplante Zusammenführung der Aktien an einer Börse vereinfache die Struktur und mache das Unternehmen beweglicher. Seitdem kursieren Gerüchte, Henry arbeite an einer Großübernahme. Angetreten war er mit der klaren Ausrichtung, sich durch noch weitere Produktivitätssteigerungen auf die Profitabilität zu konzentrieren. Anders als seine Vorgänger ist Henry nie als „Dealmaker“ in Erscheinung getreten. Die Kriegskasse von BHP aber ist inzwischen sehr gut gefüllt, weil die Preise für Bodenschätze durch die Decke geschossen sind. Zugleich hat der Konzern gut gewirtschaftet und ungewollte Unternehmensteile zunächst als South32 ausgegründet, andere in einem zweiten Schritt an den Öl- und Gaskonzern Woodside verkauft. Im Markt wird genau beobachtet, dass der australische Konzern inzwischen sein Team für Übernahmen (M&A) ausgebaut hat.

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