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Trotz Betrugsfall : Anleger setzen wieder auf Container

Mit System geordnet: Container in einem Hafen in China Bild: AP

Der größte Betrugsfall am grauen Kapitalmarkt schreckte die meisten Anleger nur kurzfristig ab. Die Anbieter von Sachwertanlagen freuen sich wieder über eine steigende Nachfrage.

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          Es handelt sich um einen der größten Betrugsfälle mit Kapitalanlagen in Deutschland, doch die Anleger bleiben Schiffscontainern treu. Der Skandal um die Münchner Anlagegesellschaft P&R mit einem Schaden von bis zu 3,5 Milliarden Euro hatte im vergangenen Jahr vorübergehend das Geschäft der Konkurrenz belastet, aber mittlerweile zieht die Nachfrage wieder an. Das geht aus einer Umfrage von FAZ.NET unter den drei Hamburger Anbietern von Sachwertanlagen hervor, die im Geschäft mit Schiffscontainern inzwischen zu den Marktführern zählen.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am größten mit einem eingeworbenen Eigenkapital von 1 Milliarde Euro und einem Investitionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro ist die Buss-Capital. „Unsere Vertriebszahlen haben sich durch die Insolvenz von P&R zunächst deutlich verlangsamt. Zum Jahresende haben sie jedoch wieder an Tempo gewonnen“, antwortete eine Sprecherin der Hamburger Gesellschaft. Die CH2 AG, der die Anleger 530 Millionen Euro anvertraut haben, hat mit dem P&R-Skandal keine Probleme. „Wir sind zwar mit vielen Fragen von Vertriebspartnern und teilweise von Anlegern konfrontiert worden, sehen aber keine ablehnende Haltung gegenüber Containerinvestments“, erklärte CH2-Geschäftsführerin Antje Montag. Sie berichtet von einem sehr guten Geschäftsjahr 2018. Das Plazierungsergebnis von 93 Millionen Euro stuft sie als beachtliche Leistung ein.

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