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Nach Massaker in Parkland : Wall Street wettet auf Hamsterkäufe von Schusswaffen

  • -Aktualisiert am

Waffengeschäft in Rochester, Amerika Bild: AP

Nach dem Schulmassaker in Florida haben sich die Aktienkurse der Waffenhersteller etwas erholt. Unter Trumps Präsidentschaft hatten sie bisher eher gelitten.

          4 Min.

          Die Waffenlobby in den Vereinigten Staaten scheint nach dem jüngsten Schulmassaker in Florida unter Druck zu geraten – trotz einer republikanischen Mehrheit im Kongress, die in der Regel schärfere Waffengesetze blockiert. Die Anleger an der Wall Street setzen offenbar darauf, dass sich die Amerikaner vor einer möglichen Verschärfung mit Waffen eindecken – die Aktienkurse der beiden börsennotierten Waffenhersteller Sturm Ruger und American Outdoor Brands Kurse waren zumindest in den ersten Tagen nach dem Amoklauf kräftig gestiegen. Auch die Kurse von Einzelhändlern, die umstrittene Waffen im Sortiment haben, darunter Wal-Mart Stores, legten zu. Am Freitag ließen die Kurse wieder nach.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Das gestiegene Kaufinteresse von Investoren erscheint auf den ersten Blick unlogisch, weil Restriktionen fallende Umsätze der Waffenproduzenten nach sich ziehen könnten. Anleger wetten aber darauf, dass der Absatz von Waffen steigen wird, weil Amerikaner vor dem Inkrafttreten eventueller Verbote Hamsterkäufe tätigen werden. Eine ähnliche Reflexreaktion hatte es im vergangenen Oktober gegeben, als ein 64 Jahre alter Schütze in Las Vegas mit Schnellfeuergewehren 59 Menschen getötet hatte. Auch im Juni 2016, als 49 Menschen bei einem Anschlag auf einen Nachtclub in Orlando starben, gab es einen entsprechenden Börsentrend.

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