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Amerikanischer Wahlkampf : Trump bekommt die Quittung von der Wall Street

Biden ist beliebter bei den Wall-Street-Bankern. Bild: DAMON WINTER/The New York Times/

Joe Biden will die Steuern anheben und die Banken stärker regulieren. Trotzdem setzt die Wall Street auf ihn. Dafür gibt es gute Gründe.

          4 Min.

          Es war ein Satz, der aufhorchen ließ. In der zweiten Debatte zur amerikanischen Präsidentenwahl sagte Donald Trump in Richtung seines demokratischen Herausforderers Joe Biden: „Sie sind derjenige, der all das Geld von der Wall Street nimmt.“ Der Republikaner, der sich immer wieder mit den Erfolgen an der Börse brüstet, weist es von sich, Geld von der Wall Street anzunehmen? Man könnte glauben, sich verhört zu haben, doch schon im Wahlkampf gegen Hillary Clinton versuchte er, sie als Marionette der Wall Street darzustellen.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wie so oft sind es Halbwahrheiten, die Trump da verbreitet. Es stimmt, dass der amerikanische Präsident weniger Geld von der Wall Street erhält. Aber nicht, weil Trump die Gelder ablehnen würde, sondern weil die Spender sich von ihm abgewendet haben. Doch wie konnte es so weit kommen, angesichts dessen, dass die Republikaner lange Zeit die Lieblinge der Wall Street waren? Die mit niedrigen Steuern und Deregulierung die Schatullen der Finanzindustrie weit öffneten?

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