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Geldpolitik der EZB : Vorbild Amerika

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde Bild: Reuters

Die EZB folgt der Federal Reserve: Die Nebenwirkungen dieser Transformation sind nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch politischer Natur – wem eine marktwirtschaftliche Ordnung wichtig ist, der kann das nicht gut finden.

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          Im Frühjahr 2013 kündigte der damalige Vorsitzende der amerikanischen Zentralbank, Ben Bernanke, an, die Fed beabsichtige im Zuge der wirtschaftlichen Erholung das Volumen ihrer seit mehreren Jahren laufenden Anleihekäufe allmählich zu reduzieren. Das Ergebnis waren heftige Kursverluste nicht nur am amerikanischen Anleihemarkt, sondern auch an Anleihemärkten in anderen Ländern, die in der Fed für Überraschung sorgten. Diese als „Taper Tantrum“ bezeichnete Episode hinterließ Spuren nicht nur in der amerikanischen Geldpolitik, die ihre umfangreichen Anleihebestände in den nachfolgenden Jahren nur vorübergehend und bescheiden reduzierte.

          Zwei Erkenntnisse lassen sich aus dieser Episode ableiten. Die seit langem dominierende Rolle der amerikanischen Geldpolitik für die in anderen Ländern und Währungsräumen betriebene Geldpolitik existiert immer noch. Hinzugekommen ist eine regelrechte Furcht der Geldpolitik vor unerwünschten Reaktionen an den Finanzmärkten, die eine wachsende Abhängigkeit der Geldpolitik von den Teilnehmern an den Finanzmärkten begründet. Fachleute sprechen von „Finanzdominanz“.

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