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Machtkampf im VW-Konzern : Der Kapitalmarkt geht auf Distanz zu Diess

VW-Chef Herbert Diess im Juni in Zwickau Bild: Reuters

Im Streit um die Zukunft des VW-Chefs steht eine Entscheidung kurz bevor. Investoren sehen die Sache nüchtern. Ihr Verhältnis zu Diess ist abgekühlt. Ein Analyst bezeichnet VW sogar als die „global gesehen schlechteste Autoaktie“.

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          Wann immer es in den vergangenen Jahren Streit im Volkswagen-Konzern gab, konnte sich Vorstandschef Herbert Diess einer Sache sicher sein: Die Kapitalmärkte, also deutsche und internationale Investoren, die ihr Geld in VW-Aktien anlegen, standen hinter ihm.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Im aktuellen Ringen mit den Gewerkschaften und dem am Konzern beteiligten Land Niedersachsen um seinen Verbleib an der Unternehmensspitze ist die Lage aber anders. Genervt von wiederholten Provokationen in Richtung Betriebsrat und Schwierigkeiten im Tagesgeschäft gehen viele Analysten auf Distanz. „Die Haudraufmethoden von Diess haben sich abgenutzt“, sagt etwa Arndt Ellinghorst vom Finanzdienstleister Sanford C. Bernstein, einer der bekanntesten Beobachter des Konzerns. „Wenn es jetzt immer wieder zu Konflikten kommt, die das Unternehmen lähmen, liegt das zum großen Teil an ihm.“

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