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Halloween : Vier Charts zum Gruseln

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Zu Halloween lauert der Schreck in jedem Eck’. Bild: Reuters

Halloween ist Ansichtssache. Mancher amüsiert sich, manchem ist es egal, und der Dritte fürchtet sich zu Tode. Das gilt auch für Finanz- und Wirtschaftsdaten. Vier Beispiele.

          2 Min.

          Halloween spielt für die Deutschen keine so große Rolle – außer es geht ums Kürbis schnitzen. Amerika erschauert indes am Mittwoch wohlig. Oder weniger wohlig, wenn es nach dem Anleiheteam der Fondsgesellschaft M&G geht, das rechtzeitig zu Halloween sechs Grusel-Grafiken präsentiert, von den wir vier hier vorstellen.

          Wann beißt die Anakonda?

          Der Verlauf der Renditeentwicklung langfristiger amerikanischer Staatsanleihen wird oft als riesige Anakonda beschrieben: Sie ringelt sich abwärts so vor sich hin, schläft meist und wird kaum beachtet. Doch sobald sie erwacht, greift die Angst um sich. Die Bewegungen der Rendite 30‐jähriger amerikanischer Staatsanleihen könnten gefährlich sein, so die Fondsmanager. Denn sie ist bestimmend für die Zinsen der Millionen amerikanischen Hypotheken- sowie Unternehmens und Staatskredite über den ganzen Globus.

          Seit mehr als drei Jahrzehnten liege die Rendite innerhalb eines komfortablen Korridors. Das bescherte Investoren Langezeit Kursgewinne. Kürzlich durchbrach die Anakonda-Kurve jedoch ihren Korridor und stieg auf mehr als 3,3 Prozent, die höchste Rendite seit vier Jahren – und die Märkte fragen sich, ob sie demnächst aufwache.

          Was für ein Gläubigerschutz?

          Anleiheinvestoren legen großen Wert auf den Schutz ihrer Rechte, die in Klauseln in den Emissionsbedingungen festgeschrieben werden, den sogenannten Covenants. Doch seit einigen Jahren nehmen die „Covenant-Light“-Emissionen drastisch zu, die nur unzureichende Absicherungen bieten. Das Volumen dieser Anleihen übertrifft das Vorkrisenniveau von 2007 mittlerweile um ein Vielfaches. Lockere Covenants erleichtern es Unternehmen auch in finanziell schwierigen Zeiten, besicherte Anleihen zu begeben, und verwässern so den Wert höherrangiger Anleihen. Diese Anleihen werden für Anleger riskanter. Und wenn es hart auf hart kommt, bleibt für die Gläubiger in aller Regel weniger übrig.

          Tauchen nach Apples

          Mit einer Marktkapitalisierung von einer Billion amerikanischen Dollar ist der Technologiekonzern Apple derzeit mehr wert als die immerhin 26 Banken des Eurostoxx-Banks-Index‘, zudem immerhin Großbanken wie die Banco Santander, BNP Paribas, Deutsche Bank und die Société Générale gehören. Gruselig finden das die Fondsmanager. Denn der iPhone-Erfinder bringt auch mehr auf die Börsenwaage als Staaten wie die Türkei, die Niederlande oder Saudi-Arabien in einem ganzen Jahr erwirtschaften.

          Vor zwanzig Jahren stand Apple noch kurz vor der Insolvenz – und ist nun das erste amerikanische Unternehmen, das die Billionenmarke an der Börse übersprungen hat. Und das zeigt wieder einmal, dass die richtige Aktienauswahl so schwierig ist wie das Apfeltauchen an Halloween.

          Apfeltauchen ist ein beliebtes Kinderspiel für Halloween-Partys. Eine Tonne o.ä. wird mit Wasser gefüllt und Äpfel hineingelegt. Die Mitspieler müssen mit hinter dem Rücken verschränkten Hände so schnell wie möglich einen Apfel mit dem Mund aus der Tonne fischen.

          Es gab noch nie ein Happy-End

          Der amerikanische Arbeitsmarkt läuft gut, die Aktienbörsen bewegen sich auf Rekordniveau. Und die amerikanische Notenbank hat mit der Anhebung der Leitzinsen begonnen, um die Wirtschaft so weit zu verlangsamen, dass eine Überhitzung vermieden wird. Gleichzeitig soll sie aber nicht so stark abgebremst werden, dass eine Rezession die Folge ist. Gelungen ist ihr das in den vergangenen 70 Jahren allerdings noch nie.

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