https://www.faz.net/-gv6-9zfgw

Videokonferenzanbieter : Erfolgreicher Börsenstart für Pexip

Pexip bietet Videokonferenzen an, jetzt ist das Unternehmen an die Börse gegangen. Bild: Reuters

Es ist ein eher kleiner Börsengang und er spielt in Norwegen. Trotzdem ist das Debüt einen Blick wert – nicht nur, weil die Aktie nach der Erstnotiz in die Höhe schoss.

          1 Min.

          In Corona-Zeiten sind die Dienste von Videokonferenz-Anbietern gefragt. Es ist deshalb kein Wunder, dass der norwegische Dienst Pexip seinen Börsengang an der Euronext in Oslo auf diesen Donnerstag gelegt hat. Das Kalkül scheint aufgegangen zu sein: Die Aktien des in Oslo beheimateten Unternehmens wurden mit einem Kursplus von 54 Prozent am Finanzmarkt aufgenommen. Die Papiere kosteten zuletzt 97 Norwegische Kronen (8,78 Euro), nach einem Ausgabepreis von 63 Kronen (5,70 Euro).

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Insgesamt wird das Unternehmen, das mit Videokonferenzdiensten wie Zoom, Google Hangouts oder Cisco Webex konkurriert, nun am Markt mit 9,6 Milliarden Kronen (870 Millionen Euro) bewertet. Durch die Erstnotiz flossen Pexip umgerechnet rund 217 Millionen Euro zu. Die Emission war 12-fach überzeichnet.

          Pexip bietet mit seiner Plattform die Besonderheit an, dass Videoanrufe möglich sein sollen, unabhängig vom Programm, das der Angerufene nutzt. Das soll es Unternehmen ermöglichen, den Dienst in bestehende Infrastrukturen zu integrieren und technische Barrieren für Videokonferenzen abzubauen.

          Um zu demonstrieren, was die eigene Technologie kann, hielt Pexip seine Investorenpräsentationen vor dem Börsengang über die eigenen Videoplattform ab. Damit war es das erste Unternehmen, das auf physische Treffen vollständig verzichtete.

          Weitere Themen

          Banken für Corona-Folgen gerüstet

          Bankenabwicklungsbehörde SRB : Banken für Corona-Folgen gerüstet

          Nach Einschätzung der SRB-Chefin Elke König sollten die Finanzinstitute ein „mildes Covid-19-Szenario“ ohne Schwierigkeiten überstehen können. Für ihre Behörde bedeute das „business as usual“ in ungewöhnlichen Zeiten.

          Topmeldungen

          Rettungskräfte sind nach dem Zugunglück im Einsatz.

          Tschechien : Tödliches Zugunglück bei Prag

          Ein Nahverkehrszug rammt spät am Abend einen Güterzug, mindestens ein Mensch stirbt und Dutzende werden verletzt. Es ist die zweite derartige Kollision in Tschechien innerhalb einer Woche.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.