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Verwirrung um Asien-Manager : Wirecard-Kurs unter Druck

  • Aktualisiert am

Zentrale von Wirecard in Aschheim bei München Bild: Reuters

Der Wirbel um Wirecard geht weiter. Abermals ist es die „Financial Times“, die Öl ins Feuer gießt.

          In jüngster Zeit hatte sich der Wirbel um den Zahlungsdienstleister Wirecard um angebliche Unregelmäßigkeiten im asiatischen Geschäft etwas gelegt. Der Kurs hatte sich erholt und die Hälfte der massiven Verluste von Ende Januar wieder wettgemacht. Am Montag allein war der Kurs um fast 8 Prozent gestiegen, weil Spekulationen kursierten, wonach ein Untersuchungsbericht vorzeitig veröffentlicht würde und nicht damit zu rechnen sei, dass sich die Vorwürfe erhärteten.

          Am Dienstag war dann alles wieder passé: Der Kurs fiel um 7 Prozent, als bekannt wurde, dass der von der Untersuchung betroffenen Account-Manager bis zum Ende der Untersuchung freigestellt sei, was Wirecard-Chef Markus Braun als „völlig normalen Prozess" bezeichnete.

          Am Mittwoch geht nun der Wirbel weiter, und der Kurs fällt derzeit um 3 Prozent, nachdem er anfänglich um fast 6 Prozent gefallen war. Die „Financial Times“, die Wirecard in den vergangenen Wochen immer wieder angegriffen hatte, berichtete das Unternehmen habe den Kontakt zu dem Mitarbeiter verloren.

          Die Zeitung beruft sich dabei auf Eingaben der Staatsanwaltschaft von Singapur bei Gericht. Dies sei zu Wochenbeginn bekannt geworden, hieß es. Die Richter hatten eine Klage von Wirecard abgewiesen, die den Umfang dortiger Ermittlungen beschränken und zur Herausgabe von beschlagnahmten Unterlagen führen sollte, allerdings auch konzediert, dass Wirecard nicht „alle“ Dokumente vorlegen müsse, wie von der Staatsanwaltschaft verlangt.

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