https://www.faz.net/-gv6-9qxwu

Kapitalverwalter im Gespräch : „Die Zinsen werden jahrelang nicht steigen“

Marcel Renné ist seit Juli Vorstandschef des Vermögensverwalters Feri. Er verwaltet mehr als 36 Milliarden Euro von Pensionskassen, Versorgungswerken und reichen Familien. Bild: Wolfgang Eilmes

Marcel Renné verwaltet das Vermögen von reichen Familien und Pensionskassen – dabei setzt er gern auf Hedgefonds. Der Kapitalverwalter im Gespräch über Nullzinsen und den Abschied vom Aktionärswert als höchstes Gut.

          5 Min.

          Herr Renné, es gibt keine Zinsen mehr. Können Sie Hoffnung auf bessere Zeiten machen?

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Zinsniveau wird sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren kaum ändern. Wir sehen in Amerika und Europa, dass eine Zinswende nicht erwünscht ist, sondern der Trend dazu geht, immer mehr Geld zu drucken. Dagegen kann niemand etwas tun. Anleger müssen also in der Konsequenz für ihre Altersvorsorge höhere Risiken eingehen.

          Für die Nullzinsen verantwortlich ist EZB-Präsident Mario Draghi. Seine Nachfolgerin Christine Lagarde hat vor dem EU-Parlament gesagt, die negativen Effekte müsse man im Blick behalten. Wird sich etwas ändern?

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der britische Premierminister Boris Johnson (links) und Jean-Claude Juncker in Brüssel.

          Brexit-Einigung : Abschied von London

          Die Chance auf einen geregelten Brexit besteht. Europa muss das Thema hinter sich lassen, das so viele physische und psychische Ressourcen verbraucht hat. Doch die EU sollte sich nicht täuschen: Es verlässt nicht nur ein Nettozahler das gemeinsame Haus.

          Bernd Lucke : Nazischweine und Gesinnungsterror

          Vom AStA kann man nicht viel erwarten. Aber die Hamburger Regierung und die Universität leisten sich in Sachen Bernd Lucke eine peinliche Vorstellung.