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IWF warnt vor Hyperinflation : Venezuela droht Inflation von einer Million Prozent

  • Aktualisiert am

Sein Land gerät immer mehr ins Schlingern: Venezuela’s Präsident Nicolas Maduro Bild: Reuters

Venezuela hat einen dramatischen wirtschaftlichen Zusammenbruch erlitten. Der Internationale Währungsfonds zieht schon Vergleiche zur Lage in der Weimarer Republik.

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          In Venezuela droht eine Hyperinflation, die mit der Situation in der Weimarer Republik vergleichbar ist: Bis zum Ende des Jahres könnte die Geldentwertung auf einen Wert von einer Million Prozent ansteigen, prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem veröffentlichten Bericht zur Lage in Lateinamerika.

          Der IWF zog Vergleiche zur Situation in Deutschland im Jahr 1923 und in Simbabwe nach der Jahrtausendwende. Zwar sei der Ausblick auf die Inflation in Venezuela von einer größeren Unsicherheit geprägt als vergleichbare Prognosen, erklärte IWF-Experte Alejandro Werner. Doch unabhängig davon, ob die Teuerungsrate letztlich 1,2 Millionen oder 800.000 Prozent betrage, die „Zerstörung“ des Preissystems habe bereits stattgefunden.

          Venezuelas Wirtschaft werde in diesem Jahr voraussichtlich um 18 Prozent einbrechen, prognostizierte der IWF. Das Land befinde sich in einer tiefen wirtschaftlichen und sozialen Krise - nicht zuletzt weil auch die Ölproduktion deutlich zurückgeht.Als die Wirtschaft Venezuelas ins Schlingern kam, hörten die Behörden einfach auf, regelmäßig Wirtschaftsindikatoren zu veröffentlichen.

          Zunehmend litten auch Nachbarländer wie Brasilien und Kolumbien enorm unter der Lage in Venezuela, mahnte der IWF. Angesichts fehlender Nahrungsmittel, Problemen bei der medizinischen Versorgung und Engpässen bei der Strom- und Wasserversorgung verließen die Menschen in Scharen den lateinamerikanischen Staat.

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