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Mehr Transparenz gefordert : Amerika droht Chinas Unternehmen mit Börsenausschluss

  • Aktualisiert am

Amerikas Finanzminister Steven Mnuchin Bild: AP

Chinesische Unternehmen sollen die gleichen Standards für die Prüfung ihrer Jahresabschlüsse einhalten – sonst müssen sie die amerikanische Börse bis Ende 2021 verlassen. Das hat Finanzminister Mnuchin bestätigt.

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          Amerikas Finanzminister Steven Mnuchin hat am Montag bestätigt, dass Unternehmen aus China und anderen Ländern bis Ende 2021 von der amerikanischen Börse ausgeschlossen werden, wenn sie nicht die gleichen Standards für die Rechnungslegung einhalten wie amerikanische Unternehmen. Der Finanzminister sagte laut amerikanischen Medien im Zuge einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er gehe davon aus, dass die Börsenaufsicht SEC diese Maßnahmen umsetzen werde.

          Mnuchin und andere Vertreter der Trump-Regierung hatten dies der SEC schon in der vergangenen Woche vorgeschlagen. Vordergründig geht es darum, einheitliche Regeln für die Unternehmensbilanzen und deren Prüfung einzuführen, so dass Anleger mit Blick auf chinesische Unternehmen die gleiche Transparenz haben. Hintergrund dürfte jedoch auch die allgemeine Verschärfung des Konflikts zwischen Amerika und China sein.

          Mit Hilfe von fünf Empfehlungen

          So hat Trump jüngst das in den Vereinigten Staaten populäre chinesische soziale Netzwerk Tiktok mit einem Bann belegt und Sanktionen gegen chinesische Unternehmen wie den Netzwerkausrüster Huawei erlassen. In der vergangenen Woche hatte Finanzminister Mnuchin in einer Twitter-Nachricht auf ein am 6. August veröffentlichtes Papier einer vom amerikanischen Präsidenten eingesetzten Arbeitsgruppe hingewiesen, deren Vorsitzender Mnuchin selbst ist.

          Laut dem Papier will die Regierung Anleger an amerikanischen Börsen vor Risiken aus Anlagen in chinesischen Unternehmen schützen, was mit Hilfe von fünf Empfehlungen umgesetzt werden soll. Das Problem sei, dass China internationalen Wirtschaftsprüfungsunternehmen keinen Zugriff auf Unterlagen chinesischer Unternehmen gewähre, auch auf Prüfungsunterlagen der nationalen Abschlussprüfer. Eine der amerikanischen Forderungen ist, dass China diese Blockade aufhebt.

          Diese Forderung richtet sich allerdings nicht nur an China, sondern auch an andere Länder, die keinen Durchgriff auf Geschäfts- und Prüfungsunterlagen in Amerika gelisteter Unternehmen zulassen. Das Papier nennt einen Übergangszeitraum bis zum 1. Januar 2022. Die betroffenen Unternehmen können also selbst entscheiden, ob sie die geforderten Regeln einhalten oder den amerikanischen Börsenplatz verlassen.

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