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Amerikanische Notenbank : Das Ende der geldpolitischen Normalisierung

Der amerikanische Notenbank-Präsident Jerome Powell Bild: UPI/laif

Die Anleiherenditen fallen, weil die amerikanische Zentralbank Federal Reserve Angst vor einem Konjunktureinbruch hat. Sie will ihren Leitzins deswegen in diesem Jahr nicht mehr erhöhen. Doch nicht alle teilen diese Sicht.

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          Das Ende der Normalisierung ist da: Die amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat erwartungsgemäß von einer Leitzinserhöhung abgesehen und das Ende des Schrumpfungsprogramms für das Anleiheprogramm für den Spätsommer angekündigt. Damit geht die noch unter Fed-Chef Jerome Powells Vorgängerin Janet Yellen eingeleitete Geldpolitik früher als erwartet zu Ende. Der Leitzins bleibt in der Bandbreite zwischen 2,25 und 2,5 Prozent und damit auf historisch niedrigem Niveau. Zwischen 2001 und 2005 war er zuletzt vergleichsweise niedrig und davor in den frühen sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Gerald Braunberger

          An den Finanzmärkten sorgte die Kommunikation der Fed für sinkende Anleiherenditen und sinkende Aktienkurse – eine nicht alltägliche Kombination, da häufig sinkende Renditen mit steigenden Aktienkursen einhergehen. Zehnjährige amerikanische Staatsanleihen rentierten am Donnerstag nur noch mit 2,51 Prozent. Angesichts einer Inflationsrate von rund 2 Prozent errechnet sich daraus ein für eine Wirtschaft nach zehnjährigem Konjunkturaufschwung und sehr hoher Beschäftigung ganz ungewöhnlich niedriger Realzins von 0,5 Prozent. Der Fall der Anleiherenditen breitete sich rund um den Globus aus. In Deutschland sank die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf nur noch 0,04 Prozent. Viele Marktteilnehmer erwarten ihn bald unter null Prozent. In Neuseeland fiel die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen erstmals in der Geschichte unter die Marke von 2 Prozent.

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