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Amerikas Notenbank : Fed hält an Nullzinspolitik fest

  • Aktualisiert am

Notenbank-Chef Jerome Powell Bild: AP

Die amerikanische Notenbank bleibt bei der Nullzinspolitik: Zu Beginn der Corona-Krise hatte sie den Leitzins auf fast null Prozent gesenkt. Mit dieser Reaktion stellt die Fed ihr Eingreifen in der Finanzkrise in den Schatten.

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          Die amerikanische Notenbank hat ihre Nullzinspolitik angesichts der Corona-Krise beibehalten. Der Leitzins verharrt in einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent, wie die Fed am Mittwoch nach ihrer Zinssitzung in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einhellig mit dieser Entscheidung gerechnet.

          Die Fed hatte den Leitzins nach dem Übergreifen der Corona-Krise auf die Vereinigten Staaten im März in zwei großen Schritten auf fast null Prozent gesenkt. Zuvor hatte der Leitzins noch zwischen 1,50 und 1,75 Prozent gelegen.

          Beispiellose Reaktion

          Die bisherige Reaktion der Fed auf die Corona-Krise ist beispiellos und stellt selbst ihr Eingreifen in der Finanzkrise in den Schatten. Neben Zinssenkungen wurden Wertpapierkäufe in bisher ungekanntem Ausmaß getätigt und zahlreiche Kreditprogramme zur Stützung der Wirtschaft aufgelegt.

          Notenbankchef Jerome Powell hatte zudem anlässlich einer Notenbankkonferenz Ende August die neue geldpolitische Strategie der Fed vorgestellt. Das Inflationsziel soll sich künftig an Durchschnittswerten orientieren. Bisher stellte das Preisziel der Fed ein Punktziel dar, das sie möglichst genau erreichen wollte. Die Geldpolitik könnte nach der Änderung noch länger locker bleiben.

          Notenbankchef Jerome Powell wird die jüngsten Entscheidungen ab 20.30 Uhr (MESZ) auf einer Pressekonferenz erläutern.

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