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Laut Insidern : Unicredit will Hypovereinsbank vor Italien-Risiken schützen

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Die Hauptgeschäftsstelle der größten italienischen Bank Unicredit steht im Porta Nuova Distrikt in Mailand. Unicredit will für sein Auslandsgeschäft eine deutsche Holding gründen. Bild: AFP

Laut Insidern will die italienische Großbank Unicredit die Hypovereinsbank und die Bank Austria in eine deutsche Holding packen. Schuld ist auch die aktuelle Regierung Italiens.

          Italiens größte Bank, Unicredit, sucht Insidern zufolge nach Wegen, ihre Töchter in Deutschland und Österreich vom riskanteren italienischen Inlands-Geschäft abzuschotten. Das Auslandsgeschäft könne in eine Holding eingebracht und damit wohl günstiger refinanziert werden, sagten zwei mit den Überlegungen vertraute Personen am Dienstag.

          Demnach suche Unicredit derzeit nach Beratern, die der Bank dabei helfen könnten. Die Zeitungen „Il Sole 24 Ore“ und „Il Messaggero“ berichteten, Unicredit wolle die Holding in Deutschland ansiedeln. In ihr sollten die HypoVereinsbank, die Bank Austria sowie die Töchter in Osteuropa und in der Türkei gebündelt werden.

          Die neue Holding könnte sich dann getrennt von der Mutter refinanzieren. Das Kalkül: Eine deutsche Bank müsste an den Kapitalmärkten niedrigere Zinsen zahlen als eine italienische, die unter der politischen Instabilität des Landes, der schwachen Konjunktur und einem Berg an faulen Krediten leidet.

          Die Refinanzierung italienischer Banken hat sich verteuert, weil die Zinsschere zwischen italienischen und deutschen Staatsanleihen immer weiter auseinanderläuft. Unicredit sitzt auf einem großen Bestand italienischer Staatspapiere. Vorteil ist zudem, dass die Münchner HypoVereinsbank - offiziell Unicredit Bank AG - bereits eine eigene Banklizenz besitzt.

          Zudem würde Unicredit laut Analysten von der europäischen Bankenregulierung profitieren. Im Krisenfall würde die getrennt geführte Auslands-Holding dann von den Bankenaufsehern als separate Einheit behandelt. Auch das könnte ihre Refinanzierung günstiger machen.

          Im Dezember soll die neue Strategie für die italienische Großbank vorgestellt werden, an der Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier gerade arbeitet. Nach einschneidenden Kostensenkungen in den vergangenen Jahren will er wieder auf Wachstumskurs gehen. Im Mai hatte der Franzose bereits angekündigt, die Bank unabhängiger vom italienischen Markt machen zu wollen.

          In der Nacht zum Dienstag hat Unicredit desweiteren die letzten Aktien am Online-Broker FinecoBank verkauft. Mit dem Paket von 18,3 Prozent erlöste die Bank 1,1 Milliarden Euro. Mit dem Geld will Mustier das Kapitalpolster der Bank stärken. 

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