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Übernahme geplatzt : Aktienkurs von Renault unter Druck

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Verunfallt: Die Übernahme von Renault durch Fiat-Chrysler ist erst einmal abgesagt. Bild: dpa

Das überraschende Scheitern der Fusion von Fiat-Chrysler und Renault drückt am Donnerstag die Aktienkurse beider Unternehmen - vor allem aber der Franzosen.

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          Das Aus für die erhoffte Ehe von Fiat Chrysler und Renault stößt Anlegern am Donnerstag bitter auf. Die Aktienkurse beider Autobauer erlitten zunächst herbe Kursverluste.

          Fiat Chrysler verloren in Mailand zum Auftakt fast 4 Prozent. Indes fing sich die Notierung rasch wieder und steht aktuell nur noch rund 1 Prozent tiefer als am Mittwochabend.

          Härter trifft es Renault. Der Aktienkurs des französischen Autobauers fiel in der Spitze um 7,8 Prozent und hat sich seitdem nur geringfügig erholt. s. Damit bewegen sich die Notierung wieder nahe des tiefsten Niveaus seit Herbst 2014, nachdem die Hoffnung auf eine Fusion mit Fiat Chrysler sie zuletzt noch über die Marke von 58 Euro getrieben hatte.

          RENAULT

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          Der italienisch-amerikanische Konzern Fiat Chrysler zog sein Übernahmeangebot für den französischen Hersteller überraschend zurück, nachdem der Renault-Verwaltungsrat auf Antrag der französischen Regierung die Entscheidung über die Aufnahme förmlicher Fusionsgespräche ohne weitere Angaben von Gründen verschoben hatte.

          Analysten spekulieren über die Beweggründe. Die geplante Fusion habe nach der Lösung aller Probleme für Fiat in Europa geklungen, schreibt Max Warburton von Bernstein Research, und seit Bekanntwerden der Fusionspläne vor knapp zwei Wochen habe es sowohl aus Turin als auch aus Paris zustimmende Äußerungen gegeben. Aber irgendetwas sei offenbar schief gegangen - sei es, dass die französische Regierung ihre Meinung geändert habe oder sich der Renault-Partner Nissan plötzlich quer gestellt habe. Womöglich sei sogar beides der Grund.

          Tom Narayan vom Analysehaus RBC glaubt unterdessen, dass die Renault-Aktie nicht in dem Maße nachgeben wird, wie sie zuvor im Zuge der Meldung zur möglichen Fusion gestiegen sei. In den vergangenen Tagen sei das Wertpotential der Aktie deutlich geworden, schreibt er. Der Experte betonte die positive Dynamik einer Fusion der beiden Autohersteller und hält einen Zusammenschluss nach wie vor für nicht vollständig ausgeschlossen. Es sei aber offenbar schwierig, den französischen Staat für einen solchen Deal zu gewinnen.

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