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Über Erwartungen von Analysten : Microsoft meldet Rekord

Der Softwarekonzern Microsoft ist derzeit das wertvollste Unternehmen der Welt. Bild: Reuters

Das wertvollste Unternehmen der Welt, der Softwarekonzern Microsoft, blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück und setzt seinen Wachstumskurs fort. Die Börse ist zufrieden.

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          Der Softwarekonzern Microsoft ist heute das wertvollste Unternehmen der Welt und hat eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion Dollar. Diese Marke hat vor knapp einem Jahr erstmals der Elektronikkonzern Apple geknackt, danach kurzzeitig auch der Online-Händler Amazon.com. Diese beiden Unternehmen liegen aber mit ihren Bewertungen mittlerweile wieder unter der Billionenschwelle und somit auch hinter Microsoft.

          Roland Lindner
          (lid.), Wirtschaft

          Mit seinen am Donnerstag nach Börsenschluss vorgelegten Geschäftszahlen hat Microsoft die Börse einmal mehr überzeugt. Microsoft meldete für das am 30. Juni zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2018/2019 Rekorde bei Umsatz und Nettogewinn und übertraf die Erwartungen von Analysten. Der Aktienkurs stieg nach der Veröffentlichung der Zahlen im nachbörslichen Handel um mehr als ein Prozent.

          Microsofts Konzernumsatz stieg im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 125,8 Milliarden Dollar, der Nettogewinn betrug 39,2 Milliarden Dollar. Für das von Analysten in erster Linie beobachtete Schlussquartal meldete das Unternehmen ein Umsatzplus von 12 Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 32,8 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn lag bei 13,2 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie von 1,37 Dollar war um 16 Cent besser als erwartet.

          Der einzige Schwachpunkt

          Einmal mehr profitierte Microsoft im vergangenen Quartal von seinen Aktivitäten rund um „Cloud Computing“. Hier ist der Konzern zum Beispiel mit der Plattform Azure vertreten, die seinen Kunden helfen soll, ihre Informationstechnik ins Internet zu verlagern. Microsoft konkurriert dabei mit Amazon Web Services (AWS), der Cloud-Sparte des Online-Händlers Amazon.com. Der Umsatz mit Azure stieg im vergangenen Quartal um 64 Prozent, wobei Microsoft keinen genauen Dollar-Betrag nennt. Ein anderes Cloud-Produkt ist Office 365, die internetbasierte Variante von Microsofts Bürosoftware, die 31 Prozent mehr Umsatz brachte.

          Auch für andere Geschäfte meldete Microsoft Wachstum. Der Umsatz mit dem Karrierenetzwerk Linkedin stieg um 25 Prozent, bei den unter dem Namen „Surface“ verkauften Hardwareprodukten wie Tabletcomputern oder Laptops gab es ein Plus von 14 Prozent. Einziger größerer Schwachpunkt war die Videospielesparte rund um die Konsole Xbox, in der der Umsatz um 10 Prozent fiel.

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