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Geldanlage : Ausländische Investoren strömen nach China – trotz Handelsstreits

  • Aktualisiert am

Börse Schanghai im Blick Bild: dpa

Die Schweizer Großbank UBS erwartet in den kommenden Jahren einen weiteren Zustrom internationalen Kapitals an den chinesischen Aktienmarkt. Abgesehen vom Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten gibt es gute Gründe dafür.

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          Die UBS erwartet in den kommenden Jahren einen fortgesetzten Zustrom ausländischer Investoren an den chinesischen Aktienmarkt. Denn während sich viele chinesische Investoren derzeit wegen der gedämpften Stimmung durch den Handelsstreit zurückhielten, seien ausländische Anleger weiterhin auf der Suche nach Rendite, sagte UBS-Manager Thomas Fang in Zürich.

          Derzeit seien rund 7 Prozent des chinesischen Aktienmarktes in ausländischer Hand. Doch dieser Anteil könne rasch steigen. „In einem oder zwei Jahren könnte die Beteiligung aus dem Ausland bei rund 20 Prozent liegen“, sagte Fang, der Chef des chinesischen Aktiengeschäfts der UBS ist und in Hongkong sitzt.

          Anteil ausländischer Investoren wächst

          Schon 2018 hätten ausländische Investoren viel Geld in chinesische Aktien investiert; vor wenigen Jahren habe deren Anteil am Gesamtmarkt noch bei 1 oder 2 Prozent gelegen.

          Von dem Trend dürfte auch die UBS profitieren – denn viele Kunden der Schweizer Großbank stammen aus dem Ausland – darunter global tätige Pensionsfonds oder Versicherer, die in China investieren. Die UBS hält an dem chinesischen Wertpapier-Gemeinschaftsunternehmen UBS Securities 51 Prozent. Es sei möglich, dass UBS ihren Anteil auf 100 Prozent aufstocke, sagte Fang. „Aber das ist nicht unbedingt unser Ziel und keine Bedingung, um weiter zu investieren.“

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