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Branchenkenner : Uber reicht angeblich Unterlagen für Börsengang ein

  • Aktualisiert am

Ein Uber-Auto in Wien. Bild: dpa

Nachdem der Mitfahrdienst Lyft auf den Börsengang zusteuert, scheint es jetzt auch Konkurrent Uber eilig zu haben. Angeblich sind Unterlagen eingereicht worden.

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          Kommt der nächste große Börsengang eines Technologie-Konzerns? Der Mitfahrdienst Uber treibt Kennern der Materie zufolge seine Pläne für einen Börsengang im nächsten Jahr voran. Das Unternehmen habe schon am Donnerstag vertrauliche Unterlagen dafür eingereicht.

          Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Es könnte einer der bislang größten Börsengänge eines Technologieunternehmens werden. Das gilt zumindest, wenn man von der jüngsten privaten Finanzierungsrunde ausgeht, bei der Uber mit 76 Milliarden Dollar bewertet wurde. Bei einer Notierung am Aktienmarkt könnten es 120 Milliarden Dollar sein. Allerdings hat sich die Übertragung von Bewertungen bei privaten Finanzierungen auf Börsengänge in der Vergangenheit häufig als unzuverlässig herausgestellt. Zudem schwankt sie in der Regel stark.

          Auch andere Tech-Konzerne in den Startlöchern

          Ein konkreter Zeitplan sei noch unklar. Den Informationen zufolge will das defizitäre Unternehmen aber seinem Konkurrenten Lyft zuvorkommen, der ebenfalls am Donnerstag einen Antrag bei der Börsenaufsicht SEC einreichte und laut Insidern schon im ersten Halbjahr 2019 den Börsengang in Angriff nehmen könnte.

          Ubers Sprung auf das Handelsparkett könnte auch einer der größten Börsengänge von Technologieunternehmen im kommenden Jahr werden. Erwartet wird etwa auch der Börsengang der Unterkunftsvermittlung AirBnB, die kürzlich mit 31 Milliarden Dollar bewertet wurde und der Messenger-Dienst Slack, der auf eine Bewertung von mehr als 5 Milliarden Dollar kommt. Lyft wird mit 15 Milliarden Dollar bewertet.

          Uber-Chef Dara Khosrowshahi muss nun Investoren überzeugen, dass der Taxi-Konkurrent in absehbarer Zeit den Weg aus den roten Zahlen findet. Im dritten Quartal fiel ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar an. Das war ein Fünftel mehr als im zweiten Quartal, allerdings auch gut ein Viertel weniger als im Jahr zuvor.

          Zu schaffen machte dem Unternehmen, das in mehr als 70 Ländern tätig ist, zuletzt vor allem aber, das Umsatz und Buchungen nicht mehr so rasant wachsen wie noch im Vorjahr. Um die Wende zu schaffen, investiert das Unternehmen auch in eine Reihe anderer Bereiche wir die Lebensmittelzustellung, die Vermietung von Elektrofahrrädern und Rollern, den Frachtverkehr und autonomes Fahren.

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