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Kriselnde Währung : Türkische Notenbank hebt Leitzins weiter an

  • Aktualisiert am

Banknoten der türkischen Lira Bild: Reuters

Die türkische Zentralbank kämpft nach den jüngsten Turbulenzen weiter um eine Aufwertung der Lira. Einer kürzlichen erfolgreichen Zinserhöhung folgt nun die zweite.

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          Die türkische Notenbank stemmt sich mit weiteren Zinsanhebungen gegen den Kursverfall der Landeswährung Lira. Der Zins wurde um 1,25 Prozentpunkte auf jetzt 17,75 Prozent erhöht, wie die Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Die Straffung lies die Lira aufwerten und 1,3 Prozent gegenüber dem Dollar gewinnen. Für diesen Dollar werden nun 4,50 Lira bezahlt. Vor zwei Wochen waren es noch 4,75 Lira gewesen.

          Schon am 23. Mai hatte die Zentralbank erfolgreich die Zinsen angehoben.

          Sorgen der Investoren über einen wachsenden Einfluss des Staatspräsidenten und erklärten Gegners von Zinserhöhungen Recep Tayyip Erdogan auf die Geldpolitik hatten der Währung zuletzt zugesetzt. Hinzu kamen Zweifel, ob die Zentralbank die zweistellige Inflationsrate zu drücken vermag. Im Mai war diese auf 12,15 Prozent gestiegen, nachdem sie im April noch 10,85 Prozent betragen hatte.

          Die Zinsanhebung folgt auf eine Not-Zinserhöhung von Ende Mai, als die türkische Lira so stark unter Druck stand, dass die Zentralbank sich zu dem außerplanmäßigen Schritt gezwungen sah. Um den freien Fall der Lira zu stoppen, hatten sich die Währungshüter auf einer Krisensitzung zu einer kräftigen Zinserhöhung um drei Prozentpunkte durchgerungen.

          Dies hatte den Abwertungstrend gebremst. Zudem reformierte die Zentralbank ihre Zinspolitik. So wurde der Einwochenzins zum Schlüsselzinssatz erklärt - statt wie bisher der Spätausleihungssatz. Dieser ist fortan gleich dem Einwochenzins. Die Zentralbank hatte über Jahre ein unübersichtliches System aus mehreren Zinssätzen verwendet. Diese Reform wurde von den Märkten positiv aufgenommen.

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          Am 24. Juni werden in der Türkei der Präsident und das Parlament gewählt. Erdogan hatte im vergangenen Jahr knapp eine Volksabstimmung gewonnen, in der sich die Türken für die Einführung einer exekutiven Präsidentschaft aussprachen. Das Amt wird allerdings erst nach der Wahl mit den neuen Befugnissen ausgestattet.

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          Zuletzt hat sich der Präsident mit öffentlichen Äußerungen zur Geldpolitik zurückgehalten, nachdem er vor wenigen Wochen mit Forderungen nach mehr Einfluss auf die Notenbank für hohen Druck auf die Lira gesorgt hatte.

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