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Trump gegen China : Finanzmärkte von neuen Strafzölle wenig beeindruckt

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Finanzmärkte zeigen sich am Dienstag von den neuen amerikanischen Zöllen gegen China unbeeindruckt. Indes wertete der Dollar schon am Montag merklich ab.

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          Die Anleger an den Finanzmärkten zeigen sich von der weiteren Zuspitzung des Handelsstreits zwischen China und den Vereinigten Staaten wenig beeindruckt. Der mit 100 Aktien den deutschen Markt in seiner Breite abbildende F.A.Z.-Index startete zunächst leicht schwächer, liegt aktuell aber 0,1 Prozent im plus bei 2376 Punkten. Der Standardwerteindex Dax verzeichnet sogar ein Plus von 0,6 Prozent bei 12.136 Zählern. Auch in Europa zeigt sich kein anderes Bild: Der Leitindex für den Euroraum, der Eurostoxx 50 legt um 0,5 Prozent auf 3353 Punkte zu.

          An den Devisenmärkten ist eine stärkere Reaktion auszumachen. Der Dollar wertet gegen den Euro auf 1,1679 Dollar nur leicht ab. Indes hatte der Dollar schon am Montag deutlich abgewertet und gegen den Euro um 0,4 Cent nachgegeben.

          Gegenüber anderen Währungen waren die Abgaben noch deutlicher. So verlor der Dollar gegen die schwedische Krone am Dienstag bis zu 0,8 Prozent, nachdem er schon am Montag von rund 9,05 Kronen auf 8,91 Kronen gefallen war. Aktuell werden für den Dollar allerdings wieder 8,90 Kronen bezahlt. Betrachtet man die Entwicklungen der Währungen, so wertet der Dollar gegen die Währungen derjenigen Ländern am meisten ab, die am wenigsten im Fokus der aggressiven Trumpschen Handelspolitik stehen: Schweden, Norwegen, Neuseeland oder Großbritannien etwa. Am besten hält er sich dagegen gegen den kanadischen Dollar, den japanischen Yen oder den mexikanischen Peso.

          EUR/USD

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          Im Fokus steht der Online-Modehändler Zalando, dessen Aktienkurs nach einer reduzierten Gewinn- und Umsatzprognose bei hohen Umsätzen um 11 Prozent nachgibt. Der Kurs der Restaurantkette Vapiano erreicht mit 11,20 Euro ein neues Allzeittief, wohl in Reaktion auf eine drastische Senkung des Kursziels durch die Berenberg-Bank von 17,50 auf 10,50 Euro. Die geschäftliche Entwicklung habe sich im zweiten Quartal weiter verschlechtert. Man sorge sich vermehrt um das zukünftige Wachstum.

          Dagegen gewinnen Osram 7,3 Prozent. In der Sparte mit optischen Halbleitern rechnen die Münchner in den kommenden Jahren wieder mit besseren Geschäften. Für das kommende Geschäftsjahr 2018/19 wird ein Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent angepeilt. Im bald endenden Geschäftsjahr 2017/18 sei der Erlös voraussichtlich um 5 bis 6 Prozent gestiegen, hieß es vom Unternehmen. Die unterdurchschnittliche Entwicklung der Aktie passe nicht ganz zu den positiven Signalen, sagte ein Börsianer. Aktuell versuchten sich die Papiere an einer Trendwende. Bis dato waren sie mit fast 52 Prozent Minus im laufenden Jahr die schwächste Aktie im Nebenwerteindex MDax.

          OSRAM LICHT AG NA O.N.

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          Curasan gewinnen rund 20 Prozent dazu. Die amerikanischen Gesundheitsbehörden haben die Biokeramik Ceracell Ortho Foam zugelassen, die ebenfalls beantragte Bezeichnung  "bioactive" allerdings noch nicht. Für diesen Zusatz müssen in der nächsten Zeit weitere Studien im amerikanischen Markt durchgeführt werden. Ein Zeitrahmen hierfür wurde noch nicht festgelegt.

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