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Trotz Corona-Einbruch : Chinas Börse triumphiert

An einer Fußgängerbrücke in Schanghai werden die Börsenkurse - hier Anfang Juli - angezeigt. Bild: EPA

Nach dem Corona-Stillstand geht es am Marktplatz in Schanghai wieder steil bergauf. Chinas Aktienmarkt floriert. Für den chinesische Technologiekonzern Huawei scheint das jedoch nicht zu gelten.

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          Zum Glück ist Huawei nicht an der Börse gelistet. Der chinesische Technologiekonzern aus Shenzhen, einer der führenden Netzwerkbauer der Welt und als solcher auch bei der Errichtung von Deutschlands 5G-Netz gefragt, gehört nach offizieller Darstellung zu einem großen Teil den Mitarbeitern. Mit einer Huawei-Aktie hätten die Anleger in China und außerhalb der Landesgrenzen wohl derzeit keine Freude. Nachdem die amerikanische Regierung am Montag die Sanktionen gegen das Unternehmen verschärft und Huawei damit praktisch von der Zulieferung überlebenswichtiger amerikanischer Halbleiter abgeschnitten hat, ist das Urteil der meisten Analysten eindeutig: Der Konzern, Chinas internationalstes und für die technologische Entwicklung des Landes wohl wichtigstes Unternehmen, habe sein „Todesurteil“ erhalten.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Die Börse reagiert. Nachdem der marktbreite Aktienindex Shanghai Composite am Montag noch um mehr als 2 Prozent gestiegen war, weil die chinesische Zentralbank 700 Milliarden Yuan (85 Milliarden Euro) an frischem Kapital ins Bankensystem gepumpt hatte, sanken die Kurse in Reaktion auf Amerikas Huawei-Attacke am Mittwoch deutlich.

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