https://www.faz.net/-gv6-9o34v

Brückenfinanzierung : Tom Tailor bekommt Luft

  • Aktualisiert am

Für Tom Tailor gibt es wieder mehr Hoffnung. Bild: dpa

Endlich einmal positive Nachrichten von Tom Tailor. Eine Brückenfinanzierung wurde vereinbart. Auch wenn diese noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, können Aktionäre hoffen.

          Von der angeschlagenen Textilkette Tom Tailor gab es in den vergangenen Monaten im Großen und Ganzen wenig Positives zu hören: Ein schwieriges Verhältnis zum Großaktionär, der Verkauf der verlustreichen Tochtergesellschaft Bonita, der an den Banken scheitert und Refinanzierungsgespräche, die sich dahin quälen.

          Am Montagmorgen kann Tom Tailor nun einen kleinen Zwischenerfolg vermelden. In den Gesprächen mit den Konsortialbanken und dem Großaktionär Fosun habe man eine Einigung über eine Brückenfinanzierung bis Mitte August erzielen können.

          Fosun wird der Gesellschaft kurzfristig ein Darlehen in Höhe von 18,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen, derweil die Konsortialbanken eine am 30. Juni fällige Tilgung auf den Konsortialkredit in Höhe von 7,5 Millionen Euro bis Mitte August aussetzen. Zudem räumen die Banken Tom Tailor eine neue Akkreditivlinie in Höhe von 30 Millionen Euro für Warenbestellungen ein.

          TOM TAILOR HLDG NA O.N.

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Allerdings steht die Bereitstellung der Linien noch unter dem Vorbehalt der Einigung über die endgültigen Bedingungen, des Abschlusses verbindlicher Verträge sowie der Zustimmung der jeweiligen Gremien.

          Geht man davon aus, dass es hier keine unverhofften Rückschläge gibt, gewinnt Tom Tailor damit Zeit. Diese will das Unternehmen dazu nutzen, das unabhängige Gutachten über das Geschäft fertigzustellen und eine Einigung über die endgültige Finanzierungsstruktur und die Beiträge der jeweiligen Parteien zu erzielen.

          Die deutsche Mode- und Modehandelsbranche ist seit einigen Jahren von zahlreichen Insolvenzen gekennzeichnet. Bisher letztes Opfer war zu Jahresbeginn die renommierte Modefirma Gerry Weber.

          Weitere Themen

          Bundesbank zieht rote Linien für Libra & Co.

          Digitales Geld : Bundesbank zieht rote Linien für Libra & Co.

          Die Bundesbank sieht großes Potential für Facebooks Libra und andere Digitalwährungen. Diese müssten jedoch den Zielen der Geldwertstabilität folgen und die Regeln für einen fairen Wettbewerb einhalten.

          Topmeldungen

          Neue Umfrage : Warum das Misstrauen wächst

          Die Amerikaner sehen ihre Regierung und ihre Mitbürger immer skeptischer. Vor allem bei der Unterscheidung von Wahrheit und Lüge zeigen sich viele verunsichert. Für den Vertrauensschwund geben sie unterschiedliche Gründe an.
          Lässt ein verheerendes Echo nicht lange verhallen: Markus Söder sucht die Abgrenzung der AfD.

          Vergleiche mit der NPD : Wie Söder sich von der AfD abgrenzt

          Vor knapp einem Jahr hat der bayerische Ministerpräsident erfolgreich seine Taktik im Umgang mit der AfD geändert – doch ganz genau nimmt er es mit seinen Aussagen nicht immer. Eine Analyse.
          Martin Winterkorn, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

          Dieselskandal : VW verklagt sein Personal

          Während der ehemalige Chef Martin Winterkorn sein Altersruhegeld bezieht, verklagt der Konzern wegen des Dieselskandals sein Personal. Am Donnerstag fällt eine Entscheidung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.