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Tinder, Lovescout24 & Co. : Die Liebe als Geschäftsmodell

Ein Bild und ein kurzer Text genügen, um den Partner für das nächste Date zu finden. Bild: dpa

Tinder bietet Speed-Dating in seiner bisher schnellsten Form und trifft damit genau den Geschmack der jungen Generationen. Das nächste Date wird neuerdings nur noch mit einem Wischen bestätigt. Auch Facebook will davon profitieren.

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          Ein Wisch nach links – ich mag dich nicht. Ein Wisch nach rechts – dir geb ich eine Chance. Die mobile Online-Dating Plattform Tinder hat das Dating ein Stück weit revolutioniert und vereinfacht. Die Nutzer der Plattform sehen ein Bild und eine sehr kurze Beschreibung einer anderen Person. Gefällt sie dem Nutzer, wischt er nach rechts und hofft, dass das mögliche Herzblatt das Gleiche tut; dann kommt es zu einem „Match“, und beide können sich über den Chat auf Tinder Nachrichten schreiben. Gefällt dem Flirtwilligen das Profil aber nicht, wischt er nach links. Es klingt wenig romantisch, dafür aber umso praktischer.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Diese schnelle Form des Kennenlernens kommt an. Das belegen die in der vergangenen Woche veröffentlichten Zahlen der Match-Group, zu der auch Tinder gehört: Im zweiten Quartal stieg die Anzahl der neuen Nutzer von Tinder um 299.000 auf insgesamt 3,8 Millionen. Die Aktie der Match-Group, die seit Ende des Jahres 2015 an der Börse Nasdaq gelistet ist, reagierte auf die Zahlen mit einem Kurssprung von bis zu 17 Prozent am gleichen Tag. Das lag aber nicht nur an der Zunahme der Nutzer, sondern auch an der Profitabilität des Unternehmens: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz der Match-Group im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 421,2 Millionen Dollar, und der operative Gewinn stieg im zweiten Quartal sogar um 81 Prozent – von 83 auf 150 Millionen Dollar. Zudem passte die Gruppe ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr weiter nach oben an. Anstelle der zuvor angestrebten 426 Millionen Dollar im nächsten Quartal wird nun mit einem Umsatz von 440 Millionen Dollar gerechnet. Bis Jahresende erwartet der Konzern einem Umsatz von insgesamt 1,72 Milliarden Dollar.

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