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Technische Analyse : Diese Schweizer Aktien sind jetzt ein Kauf

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Nicht wenige Schweizer Aktien überzeugen in der aktuellen schwachen Börsenphase. Bild: dpa

Der Schweizer Aktienindex SMI zeigt in dieser Börsenphase seinen defensiven Charakter. Neben dem Nahrungskonzern Nestlé fallen auch andere Aktien als Kandidaten für technische Zukäufe auf.

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          Während die im Weltmaßstab wichtigen Aktienindizes nach Jahren der technischen Hausse auf holprige Wegstrecken eingebogen sind, verfestigt sich im europäischen Vergleich die relative Stärke des Schweizer SMI-Aktienindex mit seinem eher defensiven technischen Charakter. Neben Nestlé – Einstufung: technischer (Zu-)Kauf – fallen die großen Pharmakonzerne (hier im Folgenden betrachtet zum Beispiel Novartis) nach einer langen Zeitperiode mit einer relativen Schwäche jetzt positiv auf.

          Im Finanzsektor sind derzeit die Versicherungen (technischer Favorit ist Swiss Life Holding mit der Einstufung „technischer Zukauf“) aus technischer Sicht den Schweizer Großbanken mit ihrer aktuellen relativen Schwäche vorzuziehen. Demgegenüber weisen der Industriekonzern ABB, das Technologieunternehmen AMS, der Luxusgüterhersteller Cie Financiere Richemont und der Flughafen Zürich intakte Baisse-Trends auf und bieten sich damit weiterhin für technische Verkäufe beziehungsweise Tauschoperationen an.

          SMI - die liquidesten Titel der Schweizer Aktienbörsen

          Der SMI (Swiss Market Index) ist ein Kursindex und umfasst die 20 nach Marktkapitalisierung im Streubesitz größten und liquidesten Titel der Schweizer Aktienbörsen. Der Index, dessen Startniveau bei 1500 Punkten im Juni 1988 liegt, war zuletzt einer Index-Reform unterzogen worden, um die Index-Dominanz von einigen Schweizer Großunternehmen etwas zurückzudrängen. Beim SMI ging die technische Neubewertung von 1991 (Start bei 1287 Punkten) bis Juni 2007 (Kurse um 9549 Punkte) in den letzten zehn Jahren in eine langfristige Seitwärtspendelbewegung mit einem positiven Grundton über.

          Hierbei wechselten sich mittelfristige Baisse- und Hausse-Trends ab, wobei der Index jeweils die seit über zehn Jahren etablierte, gestaffelte Widerstandszone von 9600 Punkten bis 9700 Punkten getestet und bestätigt hat. Nach dem letzten (abermals gescheiterten) Versuch zum Jahresanfang 2018, diese Zone zu überwinden, ist der Index in eine Seitwärtspendelbewegung im Umfeld der 200-Tage-Linie hineingelaufen. Dieser Trading-Markt wird durch die gestaffelte Unterstützungszone von 8375 Punkten bis 8590 Punkten und die zusätzliche Widerstandszone um 9210 Punkte begrenzt.

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          Nach der massiven Aufwertung des Schweizer Frankens Anfang 2015 kam es dreieinhalb Jahre lang – parallel zur leichten Wiederabschwächung der Schweizer Währung – zu einer moderaten relativen Schwäche des SMI im europäischen Vergleich, die in den letzten Wochen in eine ausgeprägte relative Stärke umgeschlagen ist. Der SMI sollte in den kommenden Monaten sowohl mit der Fortsetzung seiner aktuellen Seitwärtspendelbewegung als auch mit seiner relativen Stärke im europäischen Vergleich seinen technisch defensiven Charakter bestätigen.

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