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Börse und Anleihenmarkt : Die Renditen bleiben im Abwärtstrend

  • -Aktualisiert am

Der ewige Kampf an der Frankfurter Börse: Bulle und Bär, Aufschwung und Abschwung. Bild: Lachner, Maximilian

Auf dem Anleihemarkt geht es im Moment ziemlich verrückt zu, nicht nur in Deutschland. Wie es weitergehen kann, verrät die technische Analyse in unserem Gastbeitrag.

          Vieles von dem, was derzeit an den Rentenmärkten geschieht, ist, vorsichtig ausgedrückt, ungewöhnlich. Man könnte es auch kurios, abgedreht oder gar völlig ballaballa nennen. Beispielsweise wirft momentan eine 10-jährige italienische Anleihe eine geringere Rendite (rund 1,5 Prozent) ab als eine 10-jährige amerikanische Anleihe (rund 1,6 Prozent). Ein etwas verkürzter Rückschluss: Die Investoren sehen demnach scheinbar größere Risiken bei amerikanischen als bei italienischen Anleihen. Meinen die das wirklich ernst? Oder: Die Republik Österreich begab eine 100-jährige Anleihe mit einem Kupon von gerade einmal 2,1 Prozent. Noch vor 10 Jahren hätte sich jeder Käufer eines solchen Titels wohl auf Unzurechnungsfähigkeit untersuchen lassen müssen. Die Geschichte der letzten 100 Jahre lehrt deutlich, wie wenig kalkulierbar die Risiken eines solchen Zeitraumes sind.

          Schließlich rentieren deutsche Anleihen so niedrig wie einfach noch nie. Und nicht nur das: Ihre Renditen sind sogar über alle Laufzeiten hinweg mittlerweile nahezu flächendeckend negativ. Und nicht nur das: Bei einer aktuellen Preissteigerungsrate von 1,7 Prozent im Juli sind also nicht nur die Nominalrenditen negativ – sondern auch die Realrenditen. Wer Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren erwirbt, der kann eine aktuelle Rendite von minus 0,65 Prozent erwarten und der erwirbt deshalb auch einen realen jährlichen Vermögensverlust von rund 2,3 Prozent im Jahr. Für diesen „Preis“ gibt es weder ein Eis am Stiel noch einen freies Mittagessen. Nein: Dafür gibt es ausschließlich Risiken. Mit der Bitte um Nachsicht für die saloppe Formulierung: Abgedrehter geht es wohl kaum. Die Anleihen werden ja auch nicht per Dekret den Investoren oktroyiert. Sie kaufen sie freiwillig in hellen Scharen.

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          Über den Autor

          Der Autor leitet die Staud Research GmbH in Bad Homburg.