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Technische Analyse : Die Hausse ist intakt

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Die Hausse an den Börsen ist intakt. Bild: Reuters

Die Weltleitbörse in New York mit dem S&P 500-Index ist auf dem Weg zu neuen Allzeithochs. Auch der Dax dürfte im Jahresverlauf Aufholpotential besitzen. Die technische Analyse.

          Einerseits haben die internationalen Finanz- und Aktienmärkte mit den zuletzt schwächeren Konjunkturdaten und -prognosen und den damit veränderten Ertragschancen für die Unternehmen zu kämpfen. Andererseits sorgen die rund um die Welt gesunkenen Inflationsraten und Anleiherenditen, die Aussicht auf konjunkturstützende Geldpolitik durch viele Notenbanken und die Erwartung der Beilegung der Handelskonflikte für Rückenwind.

          Als Konsequenz befindet sich die Weltleitbörse in New York mit dem S&P 500 im Jahr 2019 auf dem Weg zu neuen Allzeithochs, wobei sich aber die Aufwärtsdynamik deutlich abschwächen sollte. Und während der japanische Aktienindex Nikkei 225 auch im zweiten Quartal im Status der relativen Schwäche im Indexvergleich verbleibt, sollte der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 – trotz Brexit-Diskussion und Unsicherheiten bezüglich der Europawahl – seine relative Stärke durchhalten. Im Dax, der aufgrund seiner Zusammensetzung in letzter Zeit eher nur mitgezogen wurde, sollte sich die Aufwärtsbewegung in den kommenden Monaten – bei reduzierter Aufwärtsdynamik – in Richtung 12.500 Punkte fortsetzen.

          S&P 500 im Hausse-Zyklus

          Der S&P 500 befindet sich seit März 2009 (Start bei 666 Punkten) trotz der Kursschwäche im vierten Quartal 2018 unverändert in einem Hausse-Zyklus. Dieser hat bisher mit dem Anstieg zur neuen Widerstandszone auf 2941 Punkte im September 2018 einen Zugewinn von 341 Prozent eingebracht. Der beschleunigte Bilderbuch-Haussetrend von Februar 2016 bis Januar 2018 sorgte mit dem Kursanstieg von 1810 auf 2873 Punkte für eine mittelfristig überkaufte Lage.

          2018 führte der damalige Anstieg der Anleiherenditen und Leitzinsanhebungen in Amerika den S&P 500 in eine schwankungsintensive Seitwärtsbewegung (Unterstützungszone von 2530 bis 2550; Widerstandszone von 2870 bis 2940). Im vierten Quartal 2018 sorgten Verkaufssignale für einen kurzfristigen Abwärtstrend bis auf 2347 Punkte (Unterstützungszone), was zu einer überverkauften Lage geführt hat. Seit dem Jahreswechsel ist der S&P 500 nach oben umgeschlagen und mit derselben Dynamik wieder hochgelaufen.

          Diese „V“-Erholungen treten zwar nicht so häufig auf, haben dafür aber eine hohe technische Qualität. Nach einem ersten Quartal mit derart ausgeprägten Kursgewinnen setzt sich im Regelfall auch im weiteren Jahresverlauf die Aufwärtsbewegung – allerdings mit reduzierter Aufwärtsdynamik – fort. Die gute Marktbreite an der Wall Street und die vielen Sektorindizes, die bereits neue Allzeithochs geliefert haben, signalisieren, dass auch der S&P 500 im Laufe des Jahres die Widerstandszone im Umfeld seiner Allzeithochs bei 2940 Punkten überbieten sollte.

          Japans Nikkei 225 im etablierten Aufwärtstrend

          Der Nikkei 225 war nach der technischen Bilderbuch-Hausse von Juni 2016 bis Oktober 2018 mit der Hilfe von zwei Aufwärtstrends von 14.864 auf 24.448 Punkte gestiegen. Das Jahr 2018 war aber bereits durch eine Seitwärtspendelbewegung (Unterstützungszone um 21 000, Widerstandszone von 24.000 bis 24.400) von einem freundlichen Grundton geprägt. Im vierten Quartal musste auch der Nikkei 225 Verkaufssignale und einen kurzfristigen Abwärtstrend hinnehmen, der ihn aus dieser Seitwärtspendelbewegung nach unten herausgedrückt hat.

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