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Technische Analyse : Die Hausse ist intakt

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Nach dem Mini-Ausverkauf bis auf 18.948 Punkte (neue Unterstützungszone; Ende Dezember 2018) ist auch der Nikkei 225 nach oben umgeschlagen und hat einen Aufwärtstrend etabliert. Da der Index wieder über die Widerstandszone um 21.000 und zuletzt auch über die 200-Tage-Linie gesprungen ist, deutet sich auch hier eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung an. Jedoch sollte der Nikkei seine moderate relative Schwäche im Index-Vergleich beibehalten. Technische Hinweise, dass der Index die alten Hausse-Tops (von 24.000 bis 24.400 Punkte) testet, fehlen aktuell.

Euro Stoxx 50 in einer Seitwärtsbewegung

Der Euro Stoxx 50 befindet sich aus übergeordneter, technischer Sicht seit vier Jahren – ausgehend von 3836 Punkten im April 2015 – in einer Seitwärtsbewegung. Innerhalb dieser haben sich Auf- und Abwärtstrends sowie Seitwärtspendelbewegung abgewechselt. Aus der Seitwärtsbewegung von Anfang 2017 bis Ende 2018 (Unterstützungszone: 3260; Widerstandszone: 3710) war der Index mit Hilfe eines neuen Baisse-Trends herausgefallen, so dass dieser Baisse-Trend insgesamt von 3710 bis auf 2909 Punkte (Dezember 2018) führte.

Aufgrund der kurzfristig überverkauften Lage ist auch der Euro Stoxx 50 in eine „V“-Erholung umgeschlagen, und der aktuelle Aufwärtstrend hat den Index zuerst wieder in die alte Seitwärtsbewegung geführt. Danach deuteten weitere Kaufsignale (zum Beispiel Verlassen des Baisse-Trends, Sprung über die 200-Tage-Linie) eine Fortsetzung dieses Aufwärtstrends an. Aus technischer Sicht sollte der Euro Stoxx 50, der aktuell aufgrund seiner Zusammensetzung im europäischen Vergleich eine moderate relative Stärke aufweist, im Jahresverlauf weiter in Richtung der mittelfristigen Widerstandszone ab 3700 steigen.

Dax mit relativer Schwäche

Der Dax hatte 2018 oberhalb der Unterstützungszone von 11.700 bis 11.800 Punkten eine flache Kopf-Schulter-Verkaufsformation herausgebildet. Deshalb überraschte es nicht, dass der Index im Oktober mit einem Verkaufssignal in einen (Zwischen-)Baisse-Trend gerutscht ist. Mit den Kursverlusten bis auf 10.279 waren die Verkaufssignale abgearbeitet und eine kurzfristig überverkaufte Lage entstanden. Im Umfeld der langfristigen Unterstützungszone von 10.190 ist auch der Dax seit dem Jahreswechsel 2018/2019 nach oben umgeschlagen.

Einerseits hat der Dax – nicht zuletzt aufgrund seiner Zusammensetzung und dem hohen Anteil von zyklischen Sektoren (etwa Autos, Chemie, Industriegüter) – eine moderate relative Schwäche im europäischen Index-Vergleich. Andererseits liegt hier aber auch die Chance für den Rest des Jahres, dass der Dax eine höhere Eigendynamik entwickelt. Mit Hilfe des neuen Aufwärtstrends und weiteren (Trading-)Kaufsignalen (Sprung über die Zone von 11.700 bis 11.800; Sprung über die noch leicht fallende 200-Tage-Linie) verfestigt sich auch im Dax die Erholung. Hier deuten sich als nächste (mittelfristige) technische Etappenziele für 2019 sowohl ein Test der alten Widerstandszone um 12.400 Punkte als auch ein Test der gestaffelten Widerstandszone ab 12.900 an.

Der Autor leitet in der Commerzbank den Bereich Technische Analyse & Index Research.

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