https://www.faz.net/-gv6-adsct

Susanne Klöß-Braekler Bild: ING

Neu in der ING Deutschland : Die Multibanktechnik-Aufsichtsrätin

Susanne Klöß übernimmt bald den Aufsichtsratsvorsitz der ING Deutschland. Damit gibt die frühere Postbank-Vorständin ihrer Karriere endgültig eine Wende.

          4 Min.

          Aktien, Banken, Technik. Wer sich mit Susanne Klöß beschäftigt, merkt schnell: Die heute 57 Jahre alte Diplom-Kauffrau bleibt ihren Themen treu, aber sie sucht auch immer wieder den Perspektivwechsel darauf. Schon als Jugendliche programmierte und spielte sie auf dem Computer Commodore 64. Während ihres Betriebswirtschaftsstudiums in Gießen und Frankfurt hat Klöß ihre ersten Aktien gekauft. Und ihr erstes Projekt als Beraterin für ihren ersten Arbeitgeber Accen­ture, dem sie 23 Jahre diente und bei dem sie bis zur geschäftsführenden Partnerin aufstieg, umfasste den Aufbau der Deutschen Terminbörse (DTB).

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Aus der DTB gingen die Eurex und der Xetra-Handel der Deutschen Börse hervor. Susanne Klöß’ Aufgabe, die damals noch dominanten Parkettbörsen mit ihren wild Kauf- und Verkaufspreise durcheinanderschreienden Börsenhändlern durch elektronische und digitale Plattformen zu ersetzen, klingt nicht wie ein Projekt vom Ende der 1980er-Jahre. Es klingt überraschend aktuell, wenn man nicht auf die Börsenlandschaft, sondern auf die Bankbranche mit ihren Filialen und noch geringem Automatisierungsgrad blickt, während parallel mit der Blockchain eine neue Infrastruktur für Finanzdienstleistungen entsteht. Auch Klöß’ Credo „Spare mit Aktien“ statt „Spare mit dem Bankkonto“ passt bestens in die heutige Zeit, in der zu den Niedrigzinsen auch noch die Inflation kommt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Probefahrt im Mercedes EQS : Das Eqsperiment

          Mercedes-Benz zündet sein Elektrizitätswerk. Mit dem ungewöhnlichen EQS beschreiten die Schwaben neue Wege. Eine erste Annäherung zwischen Auto und Autor.