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Zu wenig Nachfrage : Stromanbieter Summiq sagt Börsengang ab

Auch Solarparks wollte Summiq mit dem Erlös aus dem Börsengang kaufen. Bild: obs

Und wieder war es nix mit dem Gang an die Börse: Noch nicht einmal 75 Millionen Euro bekam der Ökostromanbieter Summiq zusammen.

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          Die Börsenpläne des Ökostromanbieters Summiq sind geplatzt. Der angestrebte Emissionserlös von 75 bis 100 Millionen Euro für die angebotenen Aktien sei mit Ablauf der Zeichnungsfrist nicht erreicht worden, teilte das Münchner Unternehmen mit. Einen solchen Betrag wollte Summiq aber für Investitionsprojekte in Erneuerbare Energien einsammeln. „Das Management hat sich daher entschieden, den Börsengang nicht mehr in diesem Jahr durchzuführen, und prüft alternative Finanzierungsmöglichkeiten, die auch einen Gang an den Kapitalmarkt zu einem späteren Zeitpunkt beinhalten können“, hieß es. Die Aktien von Summiq sollten ursprünglich im Wachstumssegment der Münchner Börse m:access gelistet werden.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Summiq ist ein Start-up, das zu einem unabhängigen europäischen Anbieter für erneuerbare Energien aufsteigen will. Dabei konzentriert sich der Vorstand auf kleinere Projekte, um ein weniger risikoreiches Portfolio aufzubauen und die Kosten für die Stromerzeugung gering zu halten. Im Blick hat Summiq kleine und mittelgroße Solar- und Windparks an Land (Onshore) mit einer Leistung von jeweils 5 bis 50 Megawatt in Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich. Summiq gehört der Green City AG, an der zu 53,6 Prozent der Verein Green City beteiligt ist.

          Green City versteht sich wiederum als Entwickler, Finanzierer und Betreiber von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Initiative wurde 1990 in München von Ökologen und Umweltaktivisten gegründet, um regenerative Energien auch kommerziell voranzutreiben. Die Green City AG betreibt etwa 350 Solar-, Wind-, Biogas- und Wasserkraftprojekte in Europa mit einer installierten Leistung von mehr als 244 Megawatt. Das Investitionsvolumen betrug bislang rund 500 Millionen Euro, davon wurden 268 Millionen Euro von Investoren bereitgestellt.

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