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Staatsanleihen : Renditesprung in Amerika

Donald Trump und Jerome Powell wetteifern derzeit um die optimistischste Beschreibung der amerikanischen Konjunkturaussichten. Bild: Reuters

Die gute Konjunktur treibt die Rendite der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen auf ihren höchsten Stand seit 2011. In der Folge steigen auch die Renditen von Staatsanleihen in anderen Regionen.

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          Donald Trump und Jerome Powell wetteifern derzeit um die optimistischste Beschreibung der amerikanischen Konjunkturaussichten. „Bemerkenswert“ sei die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft, „außerordentlich günstig“ der Ausblick, versicherte der Vorsitzende der Notenbank Fed am Mittwoch in Washington. „Es gibt keinen Grund, warum sich der Aufschwung nicht noch für einige Zeit fortsetzen sollte. Ein Ende ist derzeit nicht abzusehen“, versicherte Powell, der gleichzeitig eine Fortsetzung seiner Politik gradueller Leitzinserhöhungen ankündigte: „Die gegenwärtigen Zinsen unterstützen immer noch die Wirtschaft, aber wir bewegen uns allmählich in eine Richtung, in der ihre Wirkung neutral ist. Und wir können sogar darüber hinaus gehen.“
           
          Zusammen mit günstigen Konjunkturdaten und einer guten Stimmung am Aktienmarkt veranlassten Powells Äußerungen Besitzer von Staatsanleihen, sich in Erwartung steigender Renditen – die mit Kursverlusten auf ihre Bestände einhergehen würden -, sich von Papieren zu trennen. Die Verkaufswelle ließ am Mittwochabend in New York die Renditen auf ihren höchsten Stand seit dem Jahre 2011 steigen: Vorübergehend rentierte die zehnjährige amerikanische Staatsanleihe mit 3,22 Prozent.
           
          Da Amerika am globalen Anleihemarkt die Richtung vorgibt, stiegen in der Folge auch die Renditen von Staatsanleihen in anderen Regionen – von Neuseeland bis Europa. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte am Donnerstagvormittag mit 0,55 Prozent. Am Devisenmarkt wertete der Dollar leicht auf. Ein Euro kostete am Donnerstag 1,1475 Dollar.

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