https://www.faz.net/-gv6-97mvy

Musikstreamingdienst : Spotify reicht Antrag für Börsengang ein

  • Aktualisiert am

Ab wann die Spotify-Aktie gehandelt werden kann, steht noch nicht fest. Bild: Reuters

Lange wurde es erwartet, nun ist es Gewissheit: Der größte Musikstreamingdienst der Welt beantragt seinen Platz auf dem New Yorker Parkett.

          Der weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify macht mit seinem lange erwarteten Börsengang ernst. Das schwedische Unternehmen will seine Aktien unter dem Kürzel „SPOT“ an der New York Stock Exchange listen lassen, wie aus einem am Mittwoch bei der amerikanischen Börsenaufsicht eingereichten Antrag hervorgeht. Damit nimmt einer der größten Tech-Börsengänge der letzten Jahre konkrete Formen an.

          Nach Einschätzung von Analysten könnte es die Firma mit zuletzt über 70 Millionen zahlenden Abonnenten auf einen Börsenwert von rund 20 Milliarden Dollar bringen. Details des Börsengangs lässt der Wertpapierprospekt jedoch offen. Als Emissionserlös ist ein Betrag von einer Milliarde Dollar angegeben, doch dient diese Zahl nur als Platzhalter. Auch wann genau die Anteilsscheine notiert werden sollen, ist noch unklar.

          Der normale Zeitablauf würde auf ein NYSE-Debut ab der letzten Märzwoche schließen lassen. Spotify wählt den Weg einer Direktplazierung und verzichtet damit auf ein öffentliches Angebot. Das spart Geld, verhindert aber gleichzeitig eine marktgerechte Preisbildung, die wohl auch nicht gewünscht ist. Spotify wird auch keine neuen Aktien ausgeben.

          Der Antrag enthält bereits die am Markt mit Spannung erwarteten Geschäftsergebnisse der letzten Jahre. Demnach steigerte Spotify den Umsatz 2017 im Jahresvergleich zwar um fast 39 Prozent auf 5 Milliarden Dollar. Das starke Wachstum wurde jedoch teuer bezahlt – der Verlust verdoppelte sich fast auf 1,5 Milliarden Dollar zu. 2015 hatte das Minus noch bei lediglich 230 Millionen Dollar gelegen.

          Spotify ist die Nummer eins im Geschäft mit Musik-Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Der in 61 Ländern vertretene Dienst kam Ende 2017 nach eigenen Angaben auf 71 Millionen zahlende Abo-Kunden und rund 159 Millionen Nutzer insgesamt. Über einen Börsengang wurde schon lange spekuliert. Ein Risiko für Anleger könnte die Klage eines Musikverlags sein, der mindestens 1,6 Milliarden Dollar Zahlungen für Songautoren erstreiten will.

          Nach Angaben des Unternehmens wurden die Aktien im Graumarkt zuletzt mit 132,50 Dollar gehandelt. Damit würde Spotify mit mehr als 23 Milliarden Dollar bewertet.

          Weitere Themen

          Fahrtkosten absetzen

          Der Steuertipp : Fahrtkosten absetzen

          Wenn ein Mehrkostenaufwand durch längere Fahrten zum Arbeitsplatz entsteht, so kann man die Fahrtkosten bei der Steuer absetzen. So geht’s.

          Topmeldungen

          Der Faktor Wohnen wird von den meisten Menschen in der Klimadebatte übersehen. Dabei produzieren vor allem Warmwasser und Heizungen große Kohlendioxid-Emissionen.

          Wohnen und Heizen : Das ist Deutschlands Klimakiller Nr. 1

          Kaum jemand will wahrhaben, dass wir mit unseren Wohnungen dem Klima mehr schaden als mit Steaks und Flugreisen. Einige Länder reagieren darauf – während sich die Politik in Deutschland nicht einigen kann.

          Biarritz : Irans Außenminister überraschend beim G-7-Gipfel

          Eine Überraschung für die Teilnehmer: Dschawad Zarif ist in Biarritz eingetroffen. Er werde dort mit Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian zusammentreffen, teilte das französische Präsidialamt mit.
          Taylor Swift möchte ihre ersten sechs Alben eventuell nochmal einspielen.

          Streit um Rechte : Taylor Swift und ihr Master-Plan

          Taylor Swift kämpft zurzeit mit dem Musikmanager Scooter Braun – denn er hat die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Nun überlegt die Sängerin, die Lieder einfach nochmal einzuspielen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.