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Geplanter Börsengang : Aktionäre nur zweite Klasse bei Spotify

Spotify plant den Börsengang Bild: Reuters

Spotify-Mitgründer Daniel Ek will beim bevorstehenden Börsengang des weltgrößten Musikabonnement-Dienstes die Kontrolle nicht aus der Hand geben. Er folgt damit dem Vorbild anderer Technologieunternehmen.

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          Anleger, die beim bevorstehenden Börsengang des weltgrößten Musikabonnement-Dienstes Spotify investieren wollen, sollen offenbar nur Aktien erhalten, die ihnen weniger Einfluss geben als Ek. Auch Martin Lorentzon, Eks Mitgründer, verfüge über solche Anteile, die mit besonderen Stimmrechten ausgestattet seien, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Finanzkreise.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Spotify würde sich mit diesem Zweiklassensystem am Vorbild anderer Technologieunternehmen wie der Google-Muttergesellschaft Alphabet und Facebook orientieren, deren Gründer sich ebenfalls privilegierte Stimmrechte gesichert haben. Der Börsengang von Spotify an der New Yorker Börse Nasdaq wird für März oder April erwartet.

          Schätzungen zufolge könnte das Unternehmen dabei mit bis zu 20 Milliarden Dollar (rund 16 Milliarden Euro) bewertet werden. Spotify will einen ungewöhnlichen Weg an die Börse wählen: Die Musikplattform strebt ein sogenanntes „direct listing“ an. Die Kosten für den Börsengang könnten dadurch deutlich niedriger ausfallen als bei einer konventionellen Aktienplatzierung.

          Bei derartig großen Börsengängen ist die Methode aber ungewöhnlich. Spotify ist ein Pionier im Geschäft mit dem sogenannten Musik-Streaming und hat bis Mitte vergangenen Jahres 140 Millionen Nutzer in 61 Ländern gewonnen. Das im Jahr 2006 in Stockholm gegründete Unternehmen ist weiterhin hochdefizitär.

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