https://www.faz.net/-gv6-9mwf4

Spannungen im Golf von Oman : Die Ölpreise steigen

  • Aktualisiert am

Ölproduktion im Persischen Golf südlich von Teheran Bild: Reuters

Nach Berichten über angebliche Sabotageakte gegen Handelsschiffe im Golf von Oman wachsen die Spannungen in der Region. Der Ölpreis bekommt dadurch Auftrieb.

          Zunehmende Sorgen nach Berichten über angebliche Sabotageakte gegen Handelsschiffe in der ölreichen Region am Golf von Oman haben den Ölpreisen am Montag Auftrieb verliehen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 71,72 Dollar. Das waren 1,10 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 79 Cent auf 62,44 Dollar. Am Morgen hatten sich die Ölpreise noch kaum verändert gehalten.

          Der Energieminister Saudi-Arabiens, Chalid al-Falih, sagte am Montag, dass zwei saudische Öltanker bei einem „Sabotageangriff“ schwer beschädigt worden seien. Nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) habe es „staatsfeindliche Operationen“ gegen insgesamt vier Schiffe aus verschiedenen Ländern gegeben. Die genauen Umstände blieben unklar. Es gab zunächst weder Details noch eine unabhängige Bestätigung der angeblichen Zwischenfälle.

          Die Angriffe sollen in der Nähe des kleinen Emirats Fudschaira stattgefunden haben, das im Osten der Vereinigten Arabischen Emirate am Golf von Oman liegt. Dieser trennt die Arabische Halbinsel und den Iran. Hier befindet sich eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt für Ölexporte. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl. Zuletzt hatten die Spannungen in der Region massiv zugenommen. Hintergrund ist der Konflikt mit dem Iran.

          BRENT

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Damit rückte der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China zum Wochenauftakt wieder etwas in den Hintergrund. Der amerikanischen Handelsbeauftragte Robert Lighthizer war von Präsident Donald Trump angewiesen worden, Einfuhrzölle auf alle Ware aus China vorzubereiten. Außerdem hatte Trump China vor Vergeltungsmaßnahmen gewarnt.

          Der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hatte sich zuletzt aber beschwichtigend geäußert. Die nächste angedrohte Eskalationsstufe im Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften der Welt werde nicht allzu schnell folgen. „Das wird einige Zeit dauern“, sagte Kudlow am Sonntag dem Fernsehsender Fox News.

          FAZ.NET komplett

          Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln und somit zur ganzen Vielfalt von FAZ.NET – für nur 2,95 Euro pro Woche

          Mehr erfahren

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fast-Fashion-Tracht : Dirndl für alle

          Eine große Modekette entdeckt das Oktoberfest für sich – mit günstigen Trachten für die Massen. In München kommt das nicht gut an.
          Die meisten Manager finden ihren Job heute schwerer als früher (Symbolbild).

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.