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Sorgen um Chinas Yuan : Droht der Welt auch ein Währungskrieg?

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Zwei Währungen, die die Welt bewegen: Amerikanischer Dollar und Renminbi. Bild: dpa

Chinas Landeswährung Yuan wertet rapide ab. Donald Trump vermutet sofort eine Wechselkursmanipulation. Doch der Wertverlust hat handfeste Gründe.

          Mit der Eskalation des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China geht die Angst vor einem Währungskrieg um. Der chinesische Yuan hat seit Mitte Juni mehr als sieben Prozent auf den Dollar verloren.

          Amerikas Präsident Donald Trump wittert einmal mehr Manipulation: „In China fällt die Währung wie ein Stein und unsere Währung geht hoch, und ich muss ihnen sagen, es ist zu unserem Nachteil“, sagte Trump jüngst in einem Interview. Dahinter steckt der Vorwurf, dass China seine Währung, auch als Renminbi bekannt, gezielt abwertet, um Exporte auf den Weltmärkten zu verbilligen und damit die Auswirkungen der amerikanischen Strafzölle aufzufangen.

          Das Nutzen einer Abwertung als Waffe im Handelsstreit erscheint logisch. Er könne sich vorstellen, dass man mit dem Blick auf die Beschäftigung in der Exportindustrie in Peking an einer wettbewerbsfähigen Währung interessiert sei, sagte etwa Mark Mobius von Mobius Capital Partners der Nachrichtenagentur Bloomberg.

          Indes hat aber nicht nur der Internationale Währungsfonds (IWF) China gerade bescheinigt, dass der Wechselkurs des Yuan „auf einer Linie“ mit den fundamentalen Gegebenheiten liege. Auch andere Experten sehen Marktkräfte am Werk. Zwar ist Chinas Währung nicht frei konvertibel und kann am Tag nur in einer Handelsspanne von zwei Prozent schwanken, doch orientiert sich Chinas Zentralbank bei der täglichen Festlegung des Wechselkurses am Markt.

          Der Kurs des Yuan orientiert sich an einem Korb von mehr als 20 Währungen, die ihrerseits oft eng mit dem Dollar verbunden sind: Wertet der Dollar auf, fällt der Kurs des Yuan. Die amerikanische Währung hat aber in den vergangenen sechs Monaten etwa zum Euro um sechs Prozent zugelegt. Gegenüber einer Reihe anderer Währungen sogar um rund acht Prozent.

          Das trifft allerdings nicht mehr für die jüngste Entwicklung zu. Seit Mitte Juni hat der Dollar insgesamt nur leicht aufgewertet. Zum Euro entwickelte er sich gar schwächer.

          Längerfristig betrachtet, müsste der Kurs des Yuan eigentlich noch stärker fallen. Die chinesische Zentralbank verhindere das, meinen Währungsexperten. Das sei nicht im Interesse Chinas.

          „Es ist unwahrscheinlich, dass China eine starke und anhaltende Abwertung des Yuans will“, stellt der amerikanische Wirtschaftsprofessor Christopher Balding in einer Analyse für den Finanzdienst Bloomberg fest. „Das würde dazu führen, einen Haufen Probleme für einen anderen einzutauschen“, argumentiert der China-Ökonom, der an der HSBC-Business-School in der südchinesischen Metropole Shenzhen unterrichtet.

          „Verbraucher und Unternehmen müssten einen doppelten Schlag hinnehmen - Preiserhöhungen durch Zölle und weniger Kaufkraft durch eine schwächere Währung.“ Denn wäre der Yuan billiger, müssten Chinas Bürger bei Importen mehr für ausländische Güter zahlen.

          Chinas Wirtschaft läuft nicht mehr rund

          Das langsamere Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft und die Eskalation des Handelskonflikts drücken aus Sicht des Pekinger Wirtschaftsprofessor Hu Xingdou vielmehr auch auf den Wechselkurs des Yuan. „Zum einen läuft die chinesische Wirtschaft nur noch schlecht“, sagt Hu Xingdou. „Zum anderen trüben die Auswirkungen des Handelskrieges ziemlich stark die Zuversicht.“ Der unabhängige Ökonom ist überzeugt, dass Peking nicht künstlich eingreift. „Es gibt keine Hinweise, dass die Regierung den Kurs kontrolliert.“

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