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Kapitalgeber Softbank : So investiert der größte Technologiefonds der Welt

  • -Aktualisiert am

Masayoshi Son (l), Gründer und Vorstandsvorsitzender von SoftBank Capital, spricht bei einer Präsentation im Juli 2017 in Tokio. Bild: dpa

Mit Milliarden-Investitionen sorgt das japanische Konglomerat Softbank immer wieder für Aufmerksamkeit. Ein Partner erklärt nun die Strategie hinter den Investments.

          Ein Unternehmen zu führen, ist wie in einem Boot zu sitzen. Wer nach vorne schaut und steuert, der spürt wie es auf und ab geht in den Wogen der Wellen. Die Gischt schäumt vorne ans Bug und der Wind peitscht ins Gesicht. Da ist es gut, wenn man auf diesem Boot nicht alleine ist, wenn dort noch jemand steht, der den Horizont im Blick behält. Immer mit einem Auge auf das Ziel in weiter Ferne.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          David Thevenon sieht sich als der zweite Mann auf dem Boot. Thevenon ist einer von vier Investment-Partnern des japanischen Technologiekonglomerats Softbank in Europa. Auf der Tech-Konferenz Noah am Dienstag in Berlin nutzte der Investor die Analogie mit dem Boot, um zu erklären, wie Wagniskapitalgeber mit Start-up-Gründern zusammenarbeiten können. „Wir sehen eine neue Welle an Technologie, die jede Industrie verändern wird“, sagte Thevenon. „Wir sind in der Lage, Unternehmern mit unserer Finanzierung dabei zu helfen, diese Veränderung zu beschleunigen.“

          Softbank helfe Gründern dabei, schneller zu sein und sich mit anderen Start-ups zu vernetzen. Wo andere Risikokapitalgeber aufhören, fangen die Japaner erst an: Die Mindestsumme eines Investments liegt für Softbank bei 100 Millionen Dollar. Unterstützt werden Unternehmen in der Wachstumsphase, vor allem für die Expansion in viele Märkte fehlt den meisten Gründungen das nötige Geld.

          Bis zu 100 neue Finanzspritzen geplant

          Das Technologiekonglomerat rund um seinen Gründer Masayoshi Son ist eigentlich eine recht verschlossene Gesellschaft. Doch zuletzt machten die Japaner vor allem durch riesige Investitionen von sich reden. Thevenons Auftritt ist einer der wenigen in Deutschland und der Softbank-Partner verkündet die Botschaft seines Chefs, der an die Revolution der Informationstechnik glaubt und daran, wie die künstliche Intelligenz globale Probleme löst, statt neue zu schaffen. 

          100 Milliarden Dollar verwaltet der „Vision Fund“ von Softbank, er ist der größte Technologiefonds der Welt. Im vergangenen Jahr soll Softbank rund 100 Investitionen im Wert von 36 Milliarden Dollar getätigt haben. Saudi Arabien hat 45 Milliarden Dollar in den Vision Funds gesteckt, Apple, Qualcomm, Foxconn und Sharp gaben ebenfalls Milliarden hinzu, Softbank ist zu einem Drittel beteiligt. Auch in diesem Jahr halten sich die Wagniskapitalgeber nicht zurück. Thevenon sprach am Dienstag von 80 bis 100 geplanten Kapitalspritzen. 

          SOFTBANK

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          Seit gut vier Jahren ist der Franzose bei Softbank an Bord, er kümmert sich vor allem um die Mobilitätsplattformen, in die das Industriekonglomerat über den „Vision Fund“ investiert. Dazu gehören etwa der chinesische Fahrdienst und Uber-Konkurrent Didi Chuxing oder Ola in Indien.

          111 Milliarden Dollar Schulen – für den reichsten Mann Japans kein Problem

          An Didi Chuxing hält Softbank gut 20 Prozent, an Ola sogar 30. Mit dem Abschluss der Finanzierung von Uber über 9,3 Milliarden Dollar gehört der „Vision Fund“ zu den größten Anteilseignern des amerikanischen Fahrdienstes. Damit nicht genug: Der Chiphersteller ARM Holdings, der Roboter-Fabrikant Boston Dynamics und der Mobilfinkkonzern Sprint gehören Softbank fast vollständig. An dem Büroplatzvermieter We Work hält Softbank ein Fünftel, an der Chat-App Slack und dem Chiphersteller Nvidia immerhin gut 5 Prozent.

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