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Börsengang : Snowflake begeistert die Wall Street

Ein Banner des Unternehmens Snowflake hängt an der New Yorker Börse. Bild: Reuters

Dem Softwareanbieter gelang das bisher größte Börsendebüt in der Softwarebranche. Die Anleger sehen über bisherige Verluste hinweg – auch Warren Buffett.

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          Es war ein Börsendebüt, wie man es nicht alle Tage erlebt. Die Aktien von Snowflake, einem amerikanischen Softwarespezialisten mit Schwerpunkt im Wachstumsmarkt für „Cloud Computing“, wurden am Mittwoch erstmals an der New York Stock Exchange gehandelt. Sie wurden für 120 Dollar ausgegeben, am Ende des ersten Tages kosteten sie fast 254 Dollar, haben sich also im Wert mehr als verdoppelt. Dabei lag schon der Ausgabepreis weit über der noch vor einer Woche angepeilten Spanne von 75 bis 85 Dollar. Nach dem ersten Handelstag erreichte Snowflake eine Marktkapitalisierung von rund 70 Milliarden Dollar. Damit hat das Unternehmen seinen Wert innerhalb weniger Monate vervielfacht. Bei einer außerbörslichen Finanzierungsrunde im Februar wurde es noch mit 12,4 Milliarden Dollar bewertet. Am Donnerstag, dem zweiten Handelstag, notierte die Aktie zwar zeitweise fast 10 Prozent im Minus, lag damit aber noch immer weit über dem Emissionspreis.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Snowflake hat offenbar selbst nicht mit einem solchen Glanzstart gerechnet: „Wir waren fassungslos wie jeder andere auch“, sagte Mitgründer und Produktchef Benoit Dageville im Gespräch mit der F.A.Z. Er gab zu, dass dies den Druck auf sein Unternehmen erhöhe. Er sagte aber auch, im Grundsatz überrasche ihn die positive Resonanz nicht. Snowflake habe ein Cloud-Geschäft rund um die Aufbereitung von Daten aufgebaut, und da Entscheidungen in Unternehmen zunehmend datengesteuert seien, seien die Wachstumsperspektiven enorm: „Ich bin überzeugt, dass Snowflake einmal ein riesiges Unternehmen sein wird.“

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