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Internet-Star über Snapchat : Ein Tweet, der 1,7 Milliarden Dollar kostet

  • Aktualisiert am

Kylie Jenner Bild: dpa

Mit einem einfachen Tweet hat das amerikanische Model Kylie Jenner den Börsenkurs von Snap abstürzen lassen. Chef Evan Spiegel hat trotzdem gut lachen: Er verdiente im vergangenen Jahr eine gigantische Summe.

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          Was ein Tweet eines Reality-TV-Sternchens anrichten kann: Mit der Nachricht, Snapchat nach einem Update nicht mehr zu nutzen, trug Kylie Jenner am Donnerstag erheblich zum Absturz der Aktie der App-Betreiberfirma Snap bei. Der Kurs sank zeitweise um fast acht Prozent, was in Börsenwert etwa 1,7 Milliarden Dollar entspricht. Am Ende schloss die Aktie gut sechs Prozent schwächer.

          Was war passiert? Kylie Jenner, Halbschwester von Fernsehstar Kim Kardashian, hatte sich bei Twitter eigentlich nur erkundigt, ob sie die einzige sei, die die Snapchat-App nicht mehr öffne. Damit setzte das wegen ihrer vielen Follower „Snapchat Queen“ genannte amerikanische Model den Kontroversen um die Neugestaltung der App jedoch die Krone auf. Kylie Jenner zeigte sich in einem weiteren Tweet später versöhnlich und schrieb: „Liebe dich aber immer noch Snap... meine erste Liebe“.

          Gegen das umstrittene Update, das Snapchat eigentlich bedienerfreundlicher machen soll, war am Vortag eine Petition im Netz gestartet worden, der sich zuletzt bereits über 1,2 Millionen Nutzer angeschlossen hatten. Analysten der Citigroup rieten wegen des Ärgers um die Neugestaltung der App dazu, die Aktie zu verkaufen.

          SNAP INC. CL.A DL-,00001

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          Snap-Chef Evan Spiegel hat trotzdem gut lachen, er verdiente 2017 dank des Börsengangs 638 Millionen Dollar, wie aus einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervorging. Es ist die dritthöchste jemals an einen Unternehmenschef gezahlte Summe. Mehr Geld bekam nach Daten des einflussreichen Aktionärsberaters ISS lediglich der Hedgefondsmanager Daniel Och. Dieser erhielt demnach als Chef von Och-Ziff Capital Management Group 918,9 Millionen Dollar für 2007 und sogar 1,19 Milliarden für 2008.

          Spiegels Basisgehalt im vergangenen Jahr belief sich auf lediglich 98.078 Dollar, wie aus einer Pflichtmitteilung von Snap hervorging. Zusammen mit anderen Entgeltbestandteilen kam er auf rund 1,2 Millionen Dollar. Den Löwenanteil seines Vergütungspakets machen mit 636,6 Millionen Dollar aktienbasierte Prämienleistungen aus.

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