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Delivery Hero : Reif für den Dax?

Niklas Östberg, CEO von Delivery Hero, fotografiert 2019 in Räumen der Firma in Berlin Bild: Andreas Pein

Der Essenslieferant Delivery Hero macht seit Jahren Verluste. Jetzt steigt er wohl in den Dax auf. Ist er wirklich reif dafür?

          4 Min.

          Bis vor kurzem wurde Delivery Hero nur als ein schnell wachsendes Technologieunternehmen angesehen, wie es nicht oft vorkommt in Deutschland. Seit Jahren nimmt der Essenslieferdienst aus Berlin, schon jetzt einer der größten der Welt, eine Menge Geld in die Hand, um immer neue Märkte zu erobern. Damit stößt Delivery Hero bei Anlegern auf überraschend großes Wohlwollen. Der Aktienkurs hat sich seit dem Börsengang im Juni 2017 nahezu vervierfacht. Und immer wenn das Unternehmen wieder Geld braucht, um seine Verluste oder Übernahmen zu finanzieren, dann reißen sich Anleger um die neuen Aktien oder Wandelanleihen in Milliardenhöhe. Tech-Firmen sind eben sehr angesagt.

          Thomas Klemm
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nun wird Delivery Hero von vielen kritischer beäugt. Was daran liegt, dass der Essenslieferant kurz davor steht, in den Dax aufgenommen zu werden. Nach der Änderung ihrer Regularien im Zuge der Wirecard-Affäre wird die die Deutsche Börse am 21. August darüber entscheiden. In der maßgeblichen Juli-Rangliste hatte Delivery Hero die Voraussetzungen besser erfüllt als der zweite große Aufstiegskandidat Symrise. Der Lieferdienst hat zwar einen geringeren Börsenwert als der Duft- und Geschmackstoffhersteller, liegt aber in puncto Handelsumsatz als zweitem Kriterium deutlich vorne.

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