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Investoren wenden sich ab : Facebook auf der schwarzen Liste

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Unter Druck: Facebook muss derzeit viel Kritik einstecken. Bild: Reuters

Der Skandal um illegal verwendete Facebook-Nutzerdaten zieht weitere Kreise. Die größte skandinavische Bank Nordea verbannt die Aktie von der Kaufliste ihrer Nachhaltigkeitsfonds.

          Der Druck auf den Social-Media-Giganten Facebook wird immer größer. Nun gab mit Nordea, die größte skandinavische Bank bekannt, dass sie für ihre Nachhaltigkeitsfonds keine Facebook-Aktien mehr kaufen werde. Man habe Facebook-Investments “unter Quarantäne gestellt”, gab Sasja Beslik, Leiter der Abteilung über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt.

          Dies geschehe mit Blick auf die bedeutenden Enthüllungen der jüngsten Zeit und die Unruhe rund um das Unternehmen mit ihrem starken öffentlichen Widerhall und angesichts des Damokles-Schwerts einer verstärkten Regulierung in der EU. Dass man einmal daneben liege, sei in Ordnung, sagte Beslik laut der Nachrichtenagentur Bloomberg. Normalerweise könne ein Unternehmen dies auf verantwortliche Art und Weise in den Griff bekommen. Man mache sich indes aber Sorgen, dass dies bei Facebook systembedingte Züge habe und darüber, wie solche Dinge dort gehandhabt würden.

          Es komme nun auf Transparenz an. Wenn Facebook Klarheit über die Probleme und Gegenmaßnahmen schaffe, könne das Ganz rasch vorbei sein. Versäume man dies aber, könne das dem Unternehmen noch mehr schaden. Der Kurs der Facebook-Aktie ist seit dem vergangenen Freitag um rund zehn Prozent an der Nasdaq gefallen.

          Facebook müsse eine Reihe von Beispielen dafür geben, dass es in der Lage sei, systemische Risiken in Bezug auf die Datensicherheit zu managen, so Beslik. Das Unternehmen müsse den Markt überzeugen, dass dies das operative Risiko sei, dass Facebook manage. Denn das sei wahrscheinlich nicht das einzige. Alarmierend sei auch die lange verzögerung, bis das Problem bekannt geworden sei. Es gebe viele Fragen und wenig Antworten.

          Facebook steht im Mittelpunkt einer Affäre um die Nutzung der persönlichen Daten von 50 Millionen Nutzern durch das Unternehmen Cambridge Analytica im Wahlkampf von Amerikas Präsident Donald Trump. Mittlerweile verklagen Aktionäre das Unternehmen.

          Der Vorstandsvorsitzende Mark Zuckerberg, von dem immer häufiger verlangt wird, sich zu äußern, will am Freitag sich gegenüber den Mitarbeitern erklären.

          Facebook

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