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Sinkende Ölpreise : Opec verhandelt über Förderkürzungen

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Eine Öl-Plattform in der Nordsee: Die Ölpreise notieren im Vorfeld der Opec-Sitzung wieder leichter. Bild: dpa

Die Organisation der erdölexportierenden Länder verhandelt am Donnerstag bei einem Ministertreffen in Wien darüber, ob sie künftig weniger Öl aus dem Boden pumpt. Das hängt auch von einem Nicht-Opec-Mitglied ab.

          Vor Beginn des Opec-Treffens in Wien am Donnerstag haben sich erste Mitgliedsländer für eine Drosselung der Produktion zur Stabilisierung der Preise ausgesprochen. „Wir werden eine Senkung haben“, sagte der Ölminister Omans, Mohammed bin Hamad Al-Rumhi am Mittwochabend in der österreichischen Hauptstadt. Auch Nigerias Ölminister Emmanuel Ibe Kachikwu sprach sich für eine niedrigere Fördermenge aus. Iran, drittgrößter Produzent, forderte wegen der amerikaischen Sanktionen eine Ausnahme.

          Die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) und weitere wichtige Förderländer wie Russland beraten am Donnerstag und Freitag über die Fördermengen im kommenden Jahr. Sie könnten das Fördervolumen auf dem aktuellen Niveau halten oder noch weiter drosseln. Der Ölpreis ist in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 30 Prozent gesunken.

          Fünf Delegierte des Treffens der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) in Wien sagten am Donnerstag, das Kartell warte noch auf eine Entscheidung von Nicht-Opec-Mitglied Russland. Der russische Energieminister Alexander Nowak sei für ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin zurück nach Moskau geflogen. Er werde am Freitag wieder in Wien erwartet. Derweil wollten die Opec-Mitglieder darüber beraten, wie die zuletzt gesunkenen Ölpreise wieder höher getrieben werden können. "Ich bin optimistisch. Es wird eine Einigung geben, aber es unklar wie viel die Opec und wie viel Nicht-Opec-Länder beisteuern", sagte ein Delegierter. Die Gespräche dauerten an.

          Saudi-Arabien möchte Russland davon überzeugen, zu der Förderdrosselung mindestens 250.000 bis 300.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag beizusteuern, wie mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Insgesamt soll die Reduzierung 1,3 Millionen Barrel pro Tag betragen. Saudi-Arabien und die von ihr angeführte Opec sehen sich aber auch wiederholten Forderungen von Präsident Donald Trump ausgesetzt, für niedrige Ölpreise zu sorgen.

          Präsident Donald Trump hatte dagegen die Opec am Mittwoch aufgefordert, keine Drosselung zu beschließen. Vor allem Saudi-Arabien steht damit vor einem Dilemma: Riad will nicht den Zorn Trumps auf sich ziehen, da die bilateralen Beziehungen nach der Tötung des regierungskritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ohnehin schon belastet sind.

          BRENT

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          Derweil haben die Ölpreise am Donnerstag vor dem Treffen des Ölkartells Opec leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,15 Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 52 Cent auf 52,38 Dollar.

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