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Neues vom Anleihemarkt : Sind EU-Anleihen eine Gefahr für den Bund?

Verantwortlich für die Emissionen der EU-Anleihen: Haushaltskommissar Johannes Hahn Bild: Imago

Die Europäische Union wird ein neues Schwergewicht am Markt. Aber Bundesanleihen weisen noch immer wichtige Vorteile als sicherer Hafen auf.

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          Für die Pandemieprogramme NextGenerationEU (NGEU), in dem der Wiederaufbaufonds eine zen­trale Rolle spielt, und SURE (Kurzarbeitergeld) wird die Europäische Union (EU) bis zum Jahre 2026 insgesamt rund 900 Milliarden Euro aufnehmen. Die Staatengemeinschaft wird damit zu einem Schwergewicht am europäischen Anleihemarkt. Der Frage, ob sie damit die führende Rolle des deutschen Staates gefährden kann, sind Tilman Bletzinger, William Greif und Bernd Schwaab in einem nun veröffentlichten Arbeitspapier der Europäischen Zentralbank (EZB) indirekt nachgegangen.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Autoren, die alle drei für die Notenbank tätig sind, haben sich in ihrer Untersuchung damit beschäftigt, ob die EU-Anleihen als sicherer Hafen für Investoren im Euroraum dienen könnten. Diese Rolle nehmen Bundesanleihen unbestritten seit vielen Jahrzehnten ein. Bletzinger, Greif und Schwaab sehen für die EU-Anleihen wichtige Kriterien wie zum Beispiel das sehr geringe Ausfallrisiko schon erfüllt, um als sicherer Hafen zu dienen. Doch in der Marktliquidität, also der schnellen Handelbarkeit, sind für sie Bundesanleihen weiterhin klar im Vorteil, auch wenn sich dieser in den kommenden Jahren zugunsten der EU verringern wird.

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