https://www.faz.net/-gv6-9kgab

Mit Negativzinsen : Schweizer Notenbank nimmt zwei Milliarden ein

  • Aktualisiert am

Die Schweizer Notenbank in Berne Bild: dpa

Negative Zinsen haben der Schweizer Notenbank (SNB) auch in diesem Jahr Milliarden in die Kassen gespült. Trotz der hohen Einnahmen machte die SNB insgesamt aber dennoch Verluste.

          1 Min.

          Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr durch die Negativzinsen abermals Milliarden verdient. Sie spülten der Zentralbank nach Angaben von Montag 2,05 Milliarden Franken in die Kasse. Das ist etwas mehr als im Jahr davor, als die SNB 2,02 Milliarden Franken mit der Abgabe eingenommen hatte.

          Die SNB erhebt von Banken ab einem gewissen Freibetrag eine Gebühr von 0,75 Prozent. Damit will sie den Schweizer Franken möglichst unattraktiv für Investoren machen - in der Hoffnung, dass die Institute eine Gebühr weiterreichen und Anleger dann lieber auf andere Währungen ausweichen. Die Negativzinsen in der Schweiz bestehen seit über vier Jahren - und ein rasches Ende ist vorerst nicht in Sicht. Angesichts dessen war jüngst die Kritik an der außergewöhnlichen Maßnahme wieder lauter geworden.

          Trotz der Erträge aus der Abgabe fuhr die SNB im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 14,9 Milliarden Franken ein. Grund dafür war unter anderem die Talfahrt an den Aktienmärkten im Schlussquartal, die zu Verlusten im umfangreichen Aktienportfolio der Notenbank geführt hatte.

          Bund und Kantone sollen dennoch eine Dividende von insgesamt zwei Milliarden Franken erhalten, bekräftigte die SNB.

          Weitere Themen

          Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

          Paketstationen : Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

          Die Post stellt immer mehr DHL-Paketstationen auf. Das wird als besserer Service verkauft, liegt aber auch daran, dass die Haustürzustellung aufwendig ist. Was kommt auf Kunden zu?

          Topmeldungen

          Digitalisierung im Alter : Offline – und abgehängt?

          Deutschland soll digitaler werden. Doch was ist mit den gut 16 Millionen Bürgern, die noch nie im Internet waren? Die Gruppe ist vielfältig: Wissbegierig, unerfahren oder skeptisch. Die meisten Offliner sind Senioren und kommen aus einer analogen Welt – die gerade verschwindet.
          Hört sich gut an, aber dient es auch der Allgemeinheit?

          Vizekanzler gegen Vereine : Wer rettet den e.V.?

          Frauen- und Männervereine sorgen sich um ihre Gemeinnützigkeit. Olaf Scholz will Gender zum Superkriterium machen. Jetzt bekommt er widerborstigen Kantönligeist zu spüren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.