https://www.faz.net/-gv6-a4n6e

Aktienmarkt : Compleo legt schwaches Börsendebüt hin

  • Aktualisiert am

Ladesäulen von Compleo in München Bild: obs

Die Aktie des Ladesäulenbetreibers startet deutlich unterhalb des Ausgabekurses in den Handel. Später am ersten Tag verringert sich der Abschlag, doch schon die Platzierung der Papiere war holprig.

          1 Min.

          Der Ladesäulenanbieter Compleo hat am Mittwoch ein schwaches Debüt an der Börse hingelegt. Die Aktie eröffnete den Handel in Frankfurt mit einem Kurs von 44 Euro – rund 10 Prozent unterhalb des Ausgabepreises von 49 Euro. Kurz darauf ging es noch bis auf 42,70 Euro nach unten.

          Damit bringt es das Dortmunder Unternehmen auf einen Börsenwert von etwa 146 Millionen Euro. Im weiteren Verlauf des Handels stieg die Aktie dann zwar zeitweise um 8,4 Prozent auf 47,70 Euro, blieb aber immer noch unterhalb des Ausgabekurses. Üblicherweise betreiben die die Aktienemission begleitenden Kreditinstitute Kurspflege und stützen den Kurs in den ersten Handelstagen.

          Schon die Platzierung der Aktien war holprig: Die Papiere waren in der unteren Hälfte der Preisspanne von 44 bis 59 Euro zugeteilt worden. Immerhin hatte das Unternehmen wie geplant knapp 1,7 Millionen Papiere verkauft. Da viele Anteilscheine aus dem Besitz von Altaktionäre stammten, fließen dem Unternehmen brutto nur 44 Millionen Euro zu.

          Ausbau der Ladeinfrastruktur als Kursphantasie

          Den größten Teil des frischen Geldes will Compleo für Wachstum, Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der Produktkapazitäten verwenden. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen den Umsatz um rund 13 Prozent auf 15,2 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr wurde der Umsatz auf 14,3 Millionen fast verdoppelt. Compleo will vom Trend zu Elektro-Autos und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland profitieren.

          Vor kurzem hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schärfere Klimaziele vorgeschlagen. Ohne einen starken Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa dürften die Autokonzerne Schwierigkeiten haben, ihre Ziele für den Absatz von E-Autos zu erreichen.

          Weitere Themen

          P&R-Gläubiger dürfen hoffen

          Anlagebetrug : P&R-Gläubiger dürfen hoffen

          Insolvenzverwalter Michael Jaffé hat aus der Containerverwertung 435 Millionen Euro gesichert. Die Anleger sollen im ersten Quartal 2021 erste Rückzahlungen erhalten.

          Topmeldungen

          Reiner Haseloff (links) und Holger Stahlknecht (beide CDU)

          Haseloff entlässt Stahlknecht : Das Magdeburger Fiasko

          Die CDU in Sachsen-Anhalt vollführt einen heißen Ritt. Es spricht viel für den Koalitionsbruch. Dann geht es bis zur Landtagswahl so weiter. Das kann nur die Scharfmacher freuen.
          Da raucht der Kopf: Räuchermännlein, neueste Version

          Fraktur : Nach dem siebzehnten Glühwein

          Im Erzgebirge lässt man sich die Laune nicht verderben. Dort haben die Leute schon ganz andere Sachen überstanden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.