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Märkte unter Druck : Wie lange hält der Dax noch die 10.000 Punkte?

Zwei statt drei Zinserhöhungen 2019: Jerome Powell hat am Mittwoch seine Aufgaben für das kommende Jahr genau umschrieben. Bild: Reuters

Das Jahr 2018 war kein gutes Jahr für Anleger. Die Politik des billigen Geldes geht zu Ende, und das ist für die Aktienmärkte keine gute Nachricht. Doch es gibt kleine Hoffnungsschimmer fürs neue Jahr.

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          Wer noch an den Weihnachtsmann glaubt oder an eine Weihnachtsrally, der kann sich nun endgültig sicher sein: So wenig, wie es den Weihnachtsmann gibt, so wenig wird es eine Jahresendrally geben. „Jerome Powell, der Spielverderber, der die Weihnachtsrally gestohlen hat“, analysierte die London Capital Group in dem Zusammenhang. Auch Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC teilt diese Einschätzung, die Hoffnung auf eine Weihnachtsrally sei nun vollends dahin, sagte er. Der Präsident der amerikanischen Zentralbank Fed hatte zuvor angekündigt, die Zinsen zu erhöhen und weitere Schritte für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Und in der Tat, kurz nach dem Fed-Entscheid erlebten Aktien die schlimmste Reaktion auf eine Ankündigung der Fed-Politik seit dem Jahr 1994. Am Donnerstagmorgen erreichten die Ausläufer dieser Schockwelle auch die europäischen Aktienmärkte. So fiel der Dax kurzzeitig auf nur noch 10.563 Punkte – so wenig wie zuletzt vor mehr als zwei Jahren. Der deutsche Leitindex hat damit in diesem Jahr knapp 17 Prozent verloren. Übrigens ist das der erste Jahresverlust seit sieben Jahren. Am Donnerstag fiel die Aktie der Deutschen Bank um 6 Prozent auf ihr Rekordtief von knapp über 7 Euro. Der Kurs der Commerzbank verminderte sich um 5 Prozent.

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