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S&P stuft Geldhaus herab : Für die Deutsche Bank reißen die schlechten Nachrichten nicht ab

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Das Büro der Deutschen Bank auf der Wall Street in New York. Bild: EPA

Erst die Einstufung als „Problemfall“ und der Einbruch der Aktie, jetzt die Herabstufung durch die mächtige Ratingagentur S&P: Bei der Deutschen Bank liegt einiges im Argen. Der neue Chef betont dennoch die eigene Stärke.

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          Schlechte Nachrichten für die Deutsche Bank: Die mächtige Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Bonitätsnote des Geldhauses gekappt. Die Bewertung der Kreditwürdigkeit wurde um ein Notch auf „BBB+“von „A-“ herabgestuft, wie S&P am Freitag mitteilte. Damit liegt die Einstufung zwar weiterhin im Investmentbereich, doch die Bonitätsbewertung ist nun zwei bis drei Stufen niedriger als die vieler Konkurrenten. Dem Institut drohen damit nun höhere Finanzierungskosten. Den Ausblick für das Rating erhöhten die Bonitätswächter auf „stabil“ von „negativ“.

          S&P hatte die Überprüfung des Ratings der Deutschen Bank bereits Mitte April – kurz nach des Auswechslung des Vorstandschefs – angekündigt. S&P-Analyst Giles Edwards hatte gesagt, die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung liege „bei mindestens 50 Prozent“. Auch Moody’s prüft eine Herabstufung. Die dritte große Ratingagentur Fitch hat die Bonitätsnote und den Ausblick für die Bank nach dem Wechsel an der Spitze von John Cryan zu Christian Sewing dagegen nicht angerührt. Nach einer Herabstufung im September ist die Bewertung mit „BBB+“ aber bereits eine Note schlechter als bei S&P und Moody’s.

          Erst am Donnerstag hatte ein Bericht der „Financial Times“, wonach die amerikanische Aufsichtsbehörde FDIC das Geldhaus im ersten Quartal dieses Jahres auf eine Liste von „Problembanken“ gesetzt habe, die Aktie der Deutschen Bank um 7,15 Prozent abstürzen lassen und notierte zum Börsenschluss bei 9,07 Euro, so tief wie noch nie in der Geschichte des Geldhauses.

          Nicht mehr weit bis zum Ramschbereich

          Sewing (48) hat der seit Jahren unter Druck stehenden Bank eine Schrumpfkur verordnet und sich zugleich von den globalen Ambitionen seiner Vorgänger verabschiedet. Der neue Chef will sich vor allem auf das Geschäft in Deutschland und Europa konzentrieren. Im zuletzt schwächelnden Investmentbanking hat er harte Einschnitte angekündigt – vor allem in Amerika. Insgesamt soll die Zahl der Stellen der gesamten Bank von derzeit 97.100 auf „deutlich unter 90.000“ sinken, wie er vor wenigen Tagen auf der Hauptversammlung in Frankfurt erklärte. Der Großteil der Stellenstreichungen – vor allem in den Vereinigten Staaten und Großbritannien – soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

          Darüber hinaus hat Sewing in einem Brief an die Mitarbeiter die finanzielle Stärke des Instituts bekräftigt. Das Niveau des Kredit- und Marktrisikos des größten deutschen Geldhauses sei selten so niedrig gewesen wie derzeit, erklärte Sewing. Der Refinanzierungsplan für das laufende Jahr sei weit fortgeschritten – zu guten Zinsen. Zudem hat die Deutsche Bank nach Einschätzung der europäischen Bankenaufsicht unter dem Dach der EZB im vergangenen Jahr deutliche Fortschritte gemacht, auf etwaige Bedenken der Aufsicht zu reagieren. Eine Person mit Kenntnis der Überlegungen bei der EZB sagte Reuters am Freitag, die Bank verfüge nun über eine gute Kapital- und Liquiditätsausstattung. Die Aufseher seien mit den Plänen, die das neue Management vorantreibe, zufrieden.

          DT. BANK

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          Die Bonitätsnoten der Deutschen Bank sind bereits ein bis zwei Stufen schlechter als die vieler Konkurrenten. Mit der nun veröffentlichten Herabstufung durch S&P drohen dem Geldhaus weiter steigende Finanzierungskosten. Für Banken spielen diese eine wichtige Rolle: Je günstiger sie sich refinanzieren können, desto höher sind die Margen bei den ausgereichten Krediten. Die Einstufungen der großen Ratingagenturen liegen bei der Deutschen Bank allesamt in der unteren Hälfte des Investmentbereichs und sind drei beziehungsweise vier Stufen vom Ramschbereich entfernt.

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