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RWE oder Infineon : Wer steigt in den Euro Stoxx 50 auf?

  • -Aktualisiert am

Rückt Infineon in den Euro Staxx 50 auf? Bild: dpa

Infineon und RWE haben Chancen, in den Leitindex für die Eurozone nachzurücken. Beide weisen ein attraktives technisches Gesamtbild auf, Platz wird aber nur für eine Aktie sein. Welche?

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          Nachdem es im Euro Stoxx 50 im September bei der regulären jährlichen Index-Anpassung vor dem Hintergrund der hohen Schwankungen an den europäischen Aktienmärkten zu einem Wechsel von fünf Index-Titeln gekommen ist, deutet sich jetzt eine zusätzliche außerordentliche Anpassung der Index-Zusammensetzung an. Der Unilever-Konzern wird seine Aktiengattungen zusammenlegen, so dass die niederländische Unilever NV wahrscheinlich Ende November den Euro Stoxx 50 verlassen wird. Als Konsequenz sollte der dann größte Nicht-Index-Titel in den Euro Stoxx 50 aufrücken. Aktuell sind sowohl Infineon als auch RWE im Rennen. Neben dieser Index-Phantasie weisen beide Titel ein attraktives technisches Gesamtbild auf. Als Konsequenz bietet sich Infineon aktuell als technischer (Zu-)Kauf an, während bei RWE eine technische Doppelstrategie interessant ist.

          Im Euro Stoxx 50 spiegelt der zuletzt vorgenommene Wechsel von fünf Titeln schon einen Teil der aktuellen Lage an den Eurozonen-Aktienbörsen wider, da die Aufnahmetitel eher „Corona-Krisen-Gewinner“ (zum Beispiel aus dem Technologiebereich) und die Entnahmetitel eher „Corona-Krisenverlierer“ (zum Beispiel aus dem Bankensektor) sind. Jetzt steht eine außerordentliche Index-Anpassung auf der Agenda. Der Unilever-Konzern hatte bisher zwei Aktiengattungen. Die niederländische Unilever NV war sowohl im Euro Stoxx 50 als auch im Stoxx 50. Die britische – nach Marktkapitalisierung im Streubesitz etwas kleinere Aktie – war nur im Stoxx 50 enthalten. Nachdem die Aktionäre mehrheitlich für die Zusammenlegung der beiden Aktiengattungen votiert haben, soll dies Ende November – falls die notwendigen Genehmigungen vorliegen – umgesetzt werden.

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