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Bis zu 8 Prozent im Minus : RWE-Aktien knicken nach Rodungsstopp für Hambacher Forst ein

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RWE darf am Hambacher Forst erstmal nicht weiter roden. Das schmeckt den Anlegern nicht. Bild: Reuters

Nachdem die Rodungspläne von RWE im Hambacher Forst vorläufig gestoppt wurden, ist die Aktie des Versorgers im Dax um bis zu 8 Prozent gefallen. Die Unsicherheit ist Gift für den Kurs.

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          Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) hat die heftig umstrittenen Rodungspläne von RWE im Braunkohlegebiet Hambacher Forst am Freitag vorläufig gestoppt - und Anleger damit schon viel Geld gekostet. Die Papiere des Düsseldorfer Versorgers rutschten um bis zu 8 Prozent auf 18,70 Euro ab. Der Börsenwert schrumpfte damit binnen weniger Stunden um mehr als eine halbe Milliarde Euro. Zuletzt erholten sich die Titel ein wenig, aktuell stehen sie noch 6,7 Prozent im Minus bei 19,03 Euro.

          Das Gericht entsprach mit seiner überraschenden Entscheidung am Freitag einem Eilantrag des Umweltverbandes BUND. Wann im juristischen Streit zwischen dem Bund für Umwelt und Naturschutz und dem Land Nordrhein-Westfalen eine endgültige Entscheidung fällt, ist nicht absehbar.

          Gerade diese Unsicherheit schmeckt den Anlegern nicht. Entsprechend verstärkte sich der Verkaufsdruck auf die Aktien noch, als die „Rheinische Post“ auf ihrer Internetseite mitteilte, dass sich das juristische Tauziehen möglicherweise sogar über Jahre hinziehen könnte. Eine Sprecherin des Kölner Verwaltungsgerichts wollte gegenüber der Zeitung jedenfalls selbst einen mehrjährigen Rechtsstreit nicht ausschließen.

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          Für RWE geht es um viel. Der Energiekonzern erwartet durch den vorläufigen Rodungsstopp einen erheblichen finanziellen Schaden. Man gehe von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr aus, teilte RWE am Freitag mit. Eine endgültige Entscheidung über das Rodungsverbot falle möglicherweise nicht vor Ende des Jahres 2020.

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