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An Sanktionen gewöhnt : Russische Aktien trotzen der schwachen Weltkonjunktur

Nickelproduktion bei Norilsk in Nadeschda im nördlichen Kaukasus Bild: Reuters

Russische Aktien sind seit der Krim-Krise bei Anlegern nicht mehr so begehrt. Angelika Millendorfer von Raiffeisen Capital sieht dort indes gute Gelegenheiten.

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          Der Blick auf Russland hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Seit der Krim-Krise und den damit verbundenen Sanktionen ist das Land als Anlageregion etwas aus dem Fokus geraten. In den vergangenen rund vier Jahren hat sich der Börsenindex RTS indes gut entwickelt. Von 653 Punkten im Januar 2016 ging es bis Anfang Juli auf knapp 1400 Punkte nach oben, was mehr als einer Verdopplung entspricht. Aktuell hält sich der Index auf diesem Niveau. Der amerikanische S&P-500-Index brachte es im selben Zeitraum nur auf knapp 60, der F.A.Z.-Index gar nur auf rund 13 Prozent.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Angelika Millendorfer leitet bei der österreichischen Raiffeisen Capital Management die Abteilung für Aktien aus Schwellenländern und sieht durchaus weiteres Potential für russische Aktien, wenngleich sie einräumt, dass die Umstände besser sein könnten. „Die Lage der Weltkonjunktur ist aktuell nicht positiv. Und hinsichtlich des Ölpreises gehen wir längerfristig höchstens von einem Niveau von 65 Dollar aus.“ Der Ölpreis ist für Russland, den drittgrößten Produzent der Welt, von erheblicher Bedeutung. Auch am Aktienmarkt haben die Branchen Rohstoffe und Energie eine hohe Gewichtung. Fast die Hälfte der Marktkapitalisierung des RTS-Index‘ entfällt auf Öl- und Gasunternehmen.

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