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Start-up-Schmiede : Rocket Internet könnte sich von der Börse zurückziehen

  • Aktualisiert am

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer 2016 in Berlin Bild: Reuters

Die Start-up-Holding Rocket Internet von Investor Oliver Samwer prüft laut einem Medienbericht den Rückzug vom Börsenparkett. Die Aktie verzeichnet einen kräftigen Kurssprung.

          Der Internet-Investor Oliver Samwer arbeitet laut einem Pressebericht an einem Plan zum Rückzug seiner Start-up-Holding Rocket Internet von der Börse. Im Aufsichtsrat sei über das Projekt gesprochen worden, schreibt das „Manager Magazin“ (MM) unter Berufung auf mehrere Insider. Im Hintergrund arbeite ein Team die sinnvollste Struktur für einen solchen Deal aus, hieß es weiter.

          An der Börse sorgte die Nachricht für einen Kurssprung. Am frühen Nachmittag liegt die Aktie mehr als 7,5 Prozent im Plus. Nachdem sich die Papiere in den vergangenen Monaten kontinuierlich vom Ende 2018 erreichten Zwischentief unter 20 Euro erholte haben, ist das der höchste Kurs seit Mitte November.

          Als wahrscheinlichste Option gilt dem Blatt zufolge aktuell, dass das Unternehmen so viele Aktien wie möglich zurückkauft und Samwer selbst keine Anteile verkauft. Dadurch würde er am Ende die Gesellschaft kontrollieren, schreibt das Magazin. Noch gebe es aber keine Entscheidung, sagen Beteiligte dem Blatt. Rocket Internet kommentierte die Informationen auf Anfrage des Magazins nicht.

          ROCKET INTERNET SE

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          Oliver Samwer halte derzeit 44 Prozent an Rocket Internet, hieß es weiter. Insider berichten laut „MM“, dass Samwer inzwischen überzeugt sei, dass ein Wagniskapitalgeber wie Rocket nichts an der Börse verloren habe. Rocket Internet hatte zuletzt zahlreiche Beteiligungen verkauft und verfügt über hohe liquide Mittel.

          Das Unternehmen von der Börse zu nehmen mache Sinn, schrieb JPMorgan-Analyst Marcus Diebel in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Das Management habe in der Vergangenheit immer wieder das aus seiner Sicht zu niedrige Bewertungsniveau kritisiert. Diebel zufolge könnte das Unternehmen mit einem solchen Schritt aber an finanzielle Grenzen stoßen.

          Denn die Anleger dürften sich sicherlich nicht mit einem Aufschlag unter 30 Prozent zufrieden geben, was einem Volumen von mehr als 5 Milliarden Euro entspräche. Selbst bei Berücksichtigung des über 40-prozentigen Anteils in Händen von Samwer müsste man fast die gesamten Barmittel zusammenkratzen.

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